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| 13:42 Uhr

Motocross
Fürstlich Drehna im Rennfieber

Die Motocross-Meisterschaften in Fürstlich Drehna sind ein Großereignis. 270 Fahrer, 350 Helfer und rund 800 Zuschauer kommen für das Rennwochenende in den kleinen Ort zwischen Luckau und Finsterwalde.
Die Motocross-Meisterschaften in Fürstlich Drehna sind ein Großereignis. 270 Fahrer, 350 Helfer und rund 800 Zuschauer kommen für das Rennwochenende in den kleinen Ort zwischen Luckau und Finsterwalde. FOTO: Thorsten Horn
Fürstlich Drehna. In dem kleinen Ort laufen die Vorbereitungen für den Saisonauftakt der ADAC-Motocross-Meisterschaften in zwei Wochen. Von Daniel Friedrich

Jedes Jahr, wenn es wärmer wird, dann steigt es wieder: das Rennfieber in Fürstlich Drehna. Dann nämlich wird das Dorf zum ersten Austragungsort der Saison für die ADAC MX Masters. Schon jetzt, knapp zwei Wochen vor dem Saisonstart am 21. April, kann Christian Lehmann die Spannung spüren: „Die Vorbereitungen laufen und je näher der Termin rückt, desto mehr arbeiten alle am Anschlag“, beobachtet der Vorsitzende des Motorsportclubs Fürstlich Drehna.

Der Ort, am Rande des ehemaligen Tagebaugeländes, ist nicht nur traditionell der erste, sondern mit seinen knapp 300 Einwohnern auch der kleinste Austragungsort der Internationalen Deutschen Motocross-Meisterschaft. Rund 80 Vereinsmitglieder schultern einmal jährlich die Organisation des größten Events im Dorf. „Unsere Mitglieder sind jetzt täglich unterwegs, damit beim Rennen alles glatt läuft. Zum Glück bekommen wir auch aus dem Ort Unterstützung und viele Bewohner freuen sich über das Turnier. Das ganze Dorf ist ja am Rennwochenende im Ausnahmezustand, es gibt viel Bewegung und Krach“, weiß der Vereinsvorsitzende Christian Lehmann.

„Um stets besonders zu sein, lassen wir uns von Mal zu Mal etwas Neues einfallen“, berichtet er. In diesem Jahr ist das die mobile Sitztribüne: Sie fasst bis zu 800 Gäste und ist einfach auf- und abbaubar. „Das ist wohl die Zukunft. Heutzutage kommen nur noch die wenigsten Gäste mit ihren eigenen Klappstühlen. Da müssen wir schon einen gewissen Komfort bieten“, meint der Vereinsvorsitzende.

Die Tribüne soll gegenüber vom Startbereich stehen, von wo aus die Zuschauer fast die ganze 1,6 Kilometer lange Strecke einsehen könnten. Die Boxen wandern in diesem Jahr auf die andere Seite der Bahn. Zudem wird die Tour fast komplett umgehbar sein. Gleichzeitig sind zahlreiche Absperrungen vorgesehen, um genügend Sicherheit für Fahrer und Gäste zu garantieren. „Wir haben darüber hinaus aus Sicherheitsgründen die Fahrspuren weiter auseinander genommen“, erklärt Christian Lehmann. Insgesamt komme die Rennstrecke attraktiver daher, büße aber nicht an Geschwindigkeit ein. „Wir rechnen mit einem Spitzentempo von ungefähr 85 Stundenkilometer.“

Zum 13. Mal in Fürstlich Drehna mit dabei ist Rennleiter Christoph Kunze. Der Sachse freut sich besonders auf die neue vierte Klasse, die seit diesem Jahr bei den ADAC MX Masters eingeführt ist: „Erstmalig wird es den ‚Junior Cup 125’ geben. Damit wird den 13- bis 18-jährigen Fahrern mit einer Zwei-Takt-Maschine eine realistische Chance gegeben.“ Sowohl in dieser Klasse als auch beim „Junior Cup 85“ (dem früheren Junior Cup) treten aus Zeitgründen maximal 48 Teilnehmer an. „Insgesamt werden wir 273 Fahrer in Fürstlich Drehna begrüßen“, sagt der Rennleiter.

Hinzu kommen am Rennwochenende 300 bis 350 ehrenamtliche Helfer aus Fürstlich Drehna und den Nachbarorten. Gleichzeitig findet nur wenige Kilometer entfernt der Spreewaldmarathon statt – ein Großereignis, vor dessen Konkurrenz sich die Veranstalter dennoch nicht fürchten. Und auch, wenn jedes Rennen seine eigenen Herausforderungen hat, so hat sich bei manchem langjährigen Helfer aus dem Organisations-Team inzwischen eine gewisse Routine eingestellt. Immerhin steigt mit der diesjährigen Meisterschaft das insgesamt 60. internationale Motocross-Rennen am Mühlberg in Fürstlich Drehna.

Die Saisonstart der ADAC MX Masters findet am 21. und 22. April in Fürstlich Drehna statt.