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Für neue Wasserspiele und Erhalt alter Linden

Diese Mauer soll weg.
Diese Mauer soll weg. FOTO: be
Luckau. Nach der Sommerpause sollen die Bürgerworkshops zur Neugestaltung des Marktplatzes in die zweite Runde gehen. Das hat Bürgermeister Gerald Lehmann (parteilos) vor den Mitgliedern des bürgeroffenen Gewerbevereins "Wir sind Luckau" angekündigt. Carmen Berg

Beim Auftakt Ende Juni war der Schlossberg-Saal voll. Das Modell der Bürgerbeteiligung hatte Luckau bereits beim Ausbau der Hauptstraße praktiziert. Für den Bürgermeister ist es der richtige Weg, wenngleich es einige noch immer irritiere, wenn die Architekten nicht mit fertigen Plänen kommen.

Der Markt hat eine Kur nötig. Der Untergrund sei nicht mehr stabil, bei Regen bilden sich an vielen Stellen Pfützen. Auch sei der Platz nicht barrierefrei, nannte der Bürgermeister nur einige Aspekte. Bis 2020 sollen die Arbeiten geschafft sein. Danach fließe weniger Geld aus der Altstadt-Förderung.

Den Vorschlag der Planer, den Markt zu vergrößern, begrüßten die Vereinsmitglieder. Dafür die halbrunde Mauer an der Kurve vor der Gaststätte "Sonne" zu entfernen, sei eine gute Idee, sagte Jutta Dzielak. Doch Blumen, wie sie jetzt vor der Mauer in Rabatten stehen, würde sie gern behalten. Geschäftsfrau Kerstin Treptow setzte sich für den Erhalt der großen Linden vor der Georgenkapelle ein, auch wenn sie aus Expertensicht die Architektur verdecken. Boutiquebetreiberin Bianca Köhler plädierte dafür, Parkmöglichkeiten vor den Geschäften zwischen Liebknecht-Straße und Rathausstraße auch künftig zu sichern. "Die Leute kommen womöglich nicht mehr, wenn sie nicht vor der Tür halten können", fürchtete sie.

Wie schon beim Auftakt im Juni ein heiß diskutierter Punkt waren öffentliche Toiletten im Zentrum. Bis zu den Anlagen am Laga-Park sei es für ältere Stadtbesucher zu weit. Der Bürgermeister sagte, es gibt einen Lösungsansatz, dessen Machbarkeit gerade geprüft werde.

Mehr Freifläche für den Biergarten vor dem Ratskeller, ein einheitlicheres Ambiente für die Bier- und Café-Gärten rund um den Markt waren weitere diskutierte Punkte. Gefallen würde zudem vielen Vereinsmitgliedern der Vorschlag, Düsen für ein Wasserspiel auf dem Markt zu installieren, das bei Bedarf im Boden verschwinden kann. Der Bürgermeister warb für einen Gemarkungsbrunnen: 23 Düsen für die 23 Luckauer Ortsteile, denn der Markt sei nicht nur für die Kernstädter der wichtigste Platz.

Beim nächsten Workshop könnten sich ihm zufolge Arbeitsgruppen mit den Schwerpunktthemen befassen: vom Parken über das Grün bis zur Pflasterung und der Gestaltung der Gehwege.

Der Markt soll so hergerichtet werden, dass sich dort in 50 Jahren die Menschen noch wohlfühlen. Deshalb regte Unternehmer Ralf Zimmermann an, die Jugend aktiv in die Diskussion einzubinden. Der Bürgermeister kündigte für September Gespräche mit dem Gymnasium und der Oberschule an.