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Freizeit, Sport und Frieden für 2017

Ein Winterspaziergang auf der Lübbener Schlossinsel kann der Anfang sein für den guten Vorsatz, 2017 mehr Bewegung in den Alltag einzubeziehen.
Ein Winterspaziergang auf der Lübbener Schlossinsel kann der Anfang sein für den guten Vorsatz, 2017 mehr Bewegung in den Alltag einzubeziehen. FOTO: Ingrid Hoberg
Luckau/Lübben. Wie steht es um die Neujahrsvorsätze für 2017? Nehmen sich die Lausitzer zum Jahresbeginn etwas vor? Zum Teil, hat die RUNDSCHAU bei einer Umfrage in Luckau und Lübben erfahren. Daniel Friedrich

Das neue Jahr ist für viele ein optimaler Anlass, gute Vorsätze in die Tat umzusetzen. Vergangenes hinter sich zu lassen und Neues anzugehen, das nehmen sich laut einer Umfrage der Krankenkasse DAK fast zwei Drittel der Deutschen zu Jahresbeginn vor. Wie erfolgreich sie es umsetzen, liegt wohl auch an jedem selbst. Marcel Merker (37) aus Luckau etwa will sich mehr Zeit nehmen und hat dafür schon einen Plan: "Da es in unserer Familie Nachwuchs gegeben hat, möchte ich öfters mit meiner Familie zusammen sein. Dafür starte ich einen beruflichen Neuanfang. Das geht mit vielen neuen Aufgaben und Herausforderungen einher, auf die ich mich aber freue. Ich wünsche mir, dass es so wird, wie ich es mir vorstelle."

An freier Zeit mangelt es Kornelia Dreesen aus Lübben dagegen neuerdings wenig: "Ich bin seit kurzem im Ruhestand und genieße es nun, nicht mehr im Hamsterrad des Berufs zu laufen. Vorgenommen habe ich mir, noch etwas von der Welt zu sehen, spontan zu verreisen und sportlich aktiver zu sein." Mehr Sport im neuen Jahr - das ist ein Vorsatz, den sich viele Menschen in der Region für 2017 fassen. In den vergangenen Jahren konnte Sebastian Drabow (30), Fitnesstrainer im Sportpark Lübben, tatsächlich viele Neuanmeldungen im Januar feststellen: "Zum Jahresbeginn hatten wir 25 Prozent mehr Kunden, das lässt dann im Laufe des Jahres wieder etwas nach." Scheinbar verfliegen in der Hektik des Alltags die guten Vorsätze schon bald wieder. "Um langfristig dabei zu bleiben, sollte man erstmal ausprobieren, was einem am besten gefällt", empfiehlt Sebastian Drabow. Spaß sei der Schlüssel zum Erfolg. Ob Training an Geräten, mit einer Gruppe im Kurs oder individuell durch den Lübbener Hain joggen - wer mit genügend positiver Motivation hinter seinem Vorhaben steht, der hält lange genug durch.

Durchhalten und Ausdauer beweisen, das ist auch Lübbens Bürgermeister Lars Kolan (SPD, 43) nicht fremd: "Ich bin früher oft beim Halbmarathon und Marathon mitgelaufen, habe das aber schon lange nicht mehr gemacht. Deshalb ist es mein Ziel für's neue Jahr, wieder mehr Sport zu treiben. Ich möchte den inneren Schweinehund überwinden, denn wer Sport treibt, hält auch den Geist fit." Dass ohne Gesundheit nichts geht, weiß auch Doris Hahn (67) aus Alt Zauche: "In meinem Alter ist es das Wichtigste, gesund zu bleiben. Wie ich das mache? Mich ausreichend bewegen, mit dem Rad fahren und helfen, wenn man gebraucht wird. So hält man sich fit und kommt unter Leute." Einen Neujahrsvorsatz musikalischer Art hat sich Focko Hinken (33), evangelischer Kantor aus Luckau, gefasst: "Ich wünsche mir, dass 2017 die musikalische Arbeit weiter viel Anklang findet und sich stets Menschen über unsere Musik und die vielen geplanten Konzerte freuen - beim Zuhören oder beim Mitmachen. Außerdem habe ich mir privat vorgenommen, weniger zu rauchen." Da stimmt er mit LDS-Landrat Stephan Loge (SPD, 57) überein: "Fürs neue Jahr habe ich mir vorgenommen, weniger zu rauchen und mehr Sport zu treiben. Außerdem möchte ich wieder mehr zu mir selbst finden. Das bedeutet, ich werde das Tagesgeschehen wie gewohnt abarbeiten, möchte aber manches mit einer gewissen Distanz betrachten."

Neben denen, die sich für die Vorsätze den 1. Januar als Startdatum aussuchen, gibt es Ehrgeizigere, die ihre Vorhaben lieber jetzt als gleich in die Tat umsetzen: "Ich habe keine Neujahrsvorsätze. Wenn ich mir etwas vornehme, dann mache ich das meist sofort und schiebe es nicht auf den Jahresbeginn", meint etwa Gerald Lehmann (parteilos, 51), Bürgermeister von Luckau. Wünsche hat er dennoch für 2017: "Politisch wünsche ich mir, dass wir zu einer kritischen aber sachlichen Streitkultur finden und dass es mehr Frieden auf der Welt gibt. Ohne Frieden kommen wir nicht weiter." Ähnlich sieht das Mario Hennig (46), der in Luckau ein Juweiliergeschäft betreibt: "Ich halte von Neujahrsvorsätzen nichts. Warum sollte man so etwas an einem Datum festmachen? Natürlich habe ich jedoch Wünsche fürs neue Jahr: Etwas mehr Frieden auf der Welt und mehr menschliches Miteinander, das würde uns allen gut tun."