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| 02:57 Uhr

Frank Beutel zeigt im Landratsamt seine magischen Momente

Frank Beutel vor einem seiner Bilder im Landratsamt. Neben "Museumscafé" gibt es noch weitere Öl-Gemälde zu sehen.
Frank Beutel vor einem seiner Bilder im Landratsamt. Neben "Museumscafé" gibt es noch weitere Öl-Gemälde zu sehen. FOTO: Linda Haazipolo
Lübben. Er wurde in Zernsdorf geboren, hat lange in Berlin gelebt und ist jetzt zurück im Landkreis Dahme-Spreewald. Der Künstler Frank Beutel zeigt einige seiner Werke in der Ausstellung "Abracadabra" im Landratsamt Lübben. Linda Haazipolo

Im Künstlergespräch, vor der Ausstellungseröffnung bringt es Kurator Herbert Schirmer auf den Punkt: "Menschliche Personen sehen ich als Bezugspunkt in deinen Arbeiten", sagt er zu Frank Beutel. Dieser bestätigt. Die höchste Stufe in seiner Kunstausbildung sei schließlich der Akt gewesen. Hauptsächlich abstrakt zu malen,wie viele seiner Künstlerkollegen, käme für ihn nicht infrage. "Der Mensch ist mein Thema und dabei bleibe ich", so der Künstler.

Neben ausdrucksstarken Ölgemälden mit menschlichen Figuren hängen zarte mit Kohle gezeichnete Akte. Aber auch abseits von seinem Lieblingsthema sind einige Landschaftsbilder in der Ausstellung zu sehen. Unglaublich vielfältig, sowohl im Material als auch in Farb- und Motivwahl präsentiert sich der Maler in dieser Ausstellung. "Und doch haben alle Bilder etwas gemeinsames. Alle sehen sie, auch wenn sie so unterschiedlich sind, aus wir typisch Frank Beutel", sagt Karin Schmidt, die die Gäste zur Ausstellungseröffnung begrüßte.

Beutels Kohlezeichnungen, die Körper zeigen, wirken weich und fließend. Sie vermitteln Leichtigkeit. Im Kontrast dazu steht das Bild "Prenzlauer Berg", ein Öl-Gemälde ohne Menschen. Die Farben dunkelgrau und braun herrschen vor. Der Betrachter hat fast den Eindruck, er könne die Schwere des Zements der gemalten Häuserblocks spüren. Andere Bilder, so wie "Prag", das Titelbild der Ausstellung, wirken bunt, laut und prägnant.

"Was alle Bilder verbindet ist, dass sie magische Momente zeigen", so der Künstler. Der Titel Abracadabra spiele auf diese Magie in den Bildern an. Welche Stimmung das Bild bekomme, habe viel mit seiner Umgebung zu tun. Er und andere Künstler würden Dinge sehen, die andere Menschen nicht wahrnehmen und diese dann widergeben. "Man reflektiert wie ein Spiegel, der allerdings persönlich gefärbt ist", erzählt Frank Beutel.

Bevor er ein Abendstudium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee machte, schloss er eine Lehre zum Kartografen ab. Seine Liebe zu großen Flächen lässt sich auch in der Ausstellung erahnen. Viele der Bilder sind großformatig. Bekannt ist der Künstler aber besonders für seine Wandbilder. Wenn die Leinwand nicht mehr ausreicht, dann nutzt er für sein kreatives Schaffen ganze Hauswände. "Ein Wandbild zu gestalten, ist schon eine große Herausforderung. Dabei spielen der Ort und die Räumlichkeiten eine besondere Rolle", erzählt der Künstler.

Wer seine großen Wandbilder sehen will, findet sie am Berliner Osthafen, an der Feuerwehr in Zeuthen und auch am Potsdamer Naturkundemuseum. Die Kunstwerke auf Leinwand und Papier, sowie Fotos der Wandbildnisse sind noch bis zum 17. April in der Vertikalen Galerie im Landratsamt zu sehen.