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| 02:41 Uhr

Forderung: Mehr Abstand von Windrädern zur Wohnbebauung

Auf den zwei Windeignunggebieten zwischen Pitschen-Pickel, Falkenberg, Kemlitz und Rosenthal drehen sich mehr als 100 Windkraftanlagen. Im Vordergrund die Windräder bei Zöllmersdorf.
Auf den zwei Windeignunggebieten zwischen Pitschen-Pickel, Falkenberg, Kemlitz und Rosenthal drehen sich mehr als 100 Windkraftanlagen. Im Vordergrund die Windräder bei Zöllmersdorf. FOTO: Keilbach/bkh1
Langengrassau. Rund 60 Einwohner der Gemeinde Heideblick haben bisher für das Volksbegehren "Rettet Brandenburg" der Initiative Windkraft in der Gemeindeverwaltung unterschrieben. Darüber informierte Bürgermeister Frank Deutschmann (parteilos) auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung. B. Keilbach/bkh1

Aus Sicht der Vorsitzenden der Gemeindevertretung Renate Kalweit (AWGH) sind damit noch zu wenige Bürger der Gemeinde für dieses Anliegen sensibilisiert, mit dem ein Mindestabstand in zehnfacher Höhe der Windkraftanlagen von der Wohnbebauung gefordert wird. "Unsere Windenergiegebiete sind nicht durch einen Bebauungsplan geschützt, das heißt, die Windmüller können ihre Anlagen in einem Abstand von 1000 Metern aufstellen, obwohl bereits die neue Generation mit über 200 Metern Gesamthöhe gebaut wird", erläuterte Renate Kalweit, die zugleich Ortsbürgermeisterin von Pitschen-Pickel ist.

Die Einwohner des Heideblicker Ortsteils hatten bereits Ende März in einem offenen Brief Ministerpräsident Dietmar Woidke dazu aufgefordert, sich für einen Abstand von mindestens 2000 Metern für zwei geplante neue Windräder am Ortsrand einzusetzen. Als Anrainergemeinde von zwei großen Windparkgebieten an der Grenze der Planungsgemeinschaften Lausitz-Spreewald und Havelland-Fläming sei Heideblick insgesamt betroffen. Deshalb sollten möglichst viele Einwohner der Gemeinde die Initiative mit ihrer Unterschrift unterstützen. "Jede Stimme zählt", appellierte Renate Kalweit an die Gemeindevertreter.

Zum Thema:
Das Volksbegehren für größere Mindestabstände und gegen Windkraftanlagen im Wald ist im Januar dieses Jahres von 96 Bürgerinitiativen des Landes Brandenburg gestartet worden. Sie haben sich zur Volksinitiative "Rettet Brandenburg" zusammengeschlossen. Bis zum 6. Juli kann in Bürgerämtern von Stadt-, Amts- und Gemeindeverwaltungen unterschrieben werden. Auch per Brief ist die Unterschrift möglich. Mehr Informationen unter: www.vi-rettet-brandenburg.de.