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| 17:45 Uhr

Etablierte Praxisschule
Förderverein macht Oberschule attraktiver

Feierliche Enthüllung des neuen Eingangsschilds.
Feierliche Enthüllung des neuen Eingangsschilds. FOTO: Andreas Staindl
Dahme. Mitstreiter feiern zehnjähriges Bestehen – und bringen neues Eingangsschild an. Von Andreas Staindl

Der Wunsch der früheren Schulleiterin der „Otto Unverdorben Oberschule“ in Dahme ging in Erfüllung. Ingeborg Rindt, inzwischen Winterstein, hatte sich vor zehn Jahren gewünscht, dass sich das zarte Pflänzchen Oberschule zu einem großen Baum mit knackigen Früchten entwickelt. Verbunden damit war die Hoffnung, dass der Schulbetrieb nicht eingestellt wird. Die Gefahr bestand tatsächlich; zwei Mal in Folge waren damals keine siebten Klassen eingeschult worden. Ein Förderverein sollte die Schule attraktiver machen.

Das ist gelungen. Die Bildungseinrichtung hat sich als Praxisschule im Fläming etabliert. Das, und der zehnte Geburtstag des Fördervereins wurden während eines Schulhoffests am Freitagabend gefeiert. Die große Resonanz zeigt, dass die Oberschule vielen Menschen am Herzen liegt. Etwa 100 Mitglieder zählt der Förderverein, rund 20 gehören zum harten Kern, wie die Vorsitzende Jana Kschamer erzählt. „Unser Ziel ist es, den Schulbetrieb mit Dingen aufzuwerten, die der Schulträger nicht leisten kann.“ Bänke für den Schulhof etwa wurden angeschafft, auch Monitore für den Unterricht. Klassenfahrten und Projekte werden unterstützt, die besten Zehntklässler jedes Jahrgangs ausgezeichnet. „Ich bin sehr dankbar dafür, dass sich die Mitglieder des Fördervereins für unsere Schüler engagieren“, sagt der Schulleiter Henri Kuhl. „Auch ohne die vielen Kooperationspartner wäre unsere Schule nicht so attraktiv.“

Petra Dümde ist Gründungsmitglied des Vereins. Obwohl ihr Sohn längst die Oberschule verlassen hat, engagiert sie sich noch immer: „Wir haben damals um den Erhalt der Schule gekämpft und waren erfolgreich. Ich ziehe mich doch jetzt nicht einfach zurück.“

Der Förderverein ist auf Festen präsent, führt Aktionen und Veranstaltungen durch, wirbt bei Sponsoren. „Das Geld kommt den Oberschülern zugute“, so Heike Schrader. „Ich helfe dabei, denn immer nur meckern bringt auch nicht weiter.“ Auch sie ist dem Verein treu geblieben, obwohl ihr Sohn längst nicht mehr bei „Otto Unverdorben“ lernt.

Kevin Kühne war vor zehn Jahren der Vorsitzende des neu gegründeten Vereins. Inzwischen arbeitet er in der Grundschule in Dahme und engagiert sich im dortigen Förderverein: „Ich wünsche mir, dass die Fördervereine beider Schulen eng zusammenarbeiten.“ Auch Helga Götze gehörte zu den Gründungsmitgliedern, saß im Vorstand. Auch sie war Gast am Freitagabend und bewies damit ihre Verbundenheit. „Allein konnten wir die Herausforderungen damals und kann die Schule sie heute nicht stemmen“, sagt Ingeborg Winterstein. „Alle zusammen, den Förderverein eingeschlossen, haben wir erreicht, dass die Oberschule lebt und Zukunft hat.“

Lehrerin Gudrun Reichert ist froh über das Engagement des Vereins: „Er unterstützt uns hervorragend.“ Was man gemeinsam auf die Beine stellen kann, das wurde während des 10. Vereinsgeburtstags am Freitag deutlich. Der Spielmannszug eröffnete das Fest musikalisch. Die jungen „Tanzmäuse“ des Autohauses „Hoffmann & Söhne“ GmbH wirbelten gekonnt über die Bühne. Hundestaffel und Überschlagsimulator sowie viele andere Aktionen bereicherten den Abend. Die Geburtstagsfeier wurde zudem genutzt, um ein neues Eingangsschild der Schule zu enthüllen. Das alte Schild von 2004 war offenbar so interessant, dass es jemand mitgenommen habe. Wer den Schulbereich betritt, wird jetzt von dem Schild „Oberschule Otto Unverdorben“ begrüßt.