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| 02:50 Uhr

Förder-Hoffnung für Kita-Neubauten

Lübben/Luckau. Sechs Kita-Bauvorhaben in Dahme-Spreewald schlägt die Landkreisverwaltung für hohe Zuschüsse vor. Das Geld soll vom Bund über das Land ausgereicht werden und kommt aus der Förderung für den Ausbau von Kitaplätzen für Kinder, die jünger sind als drei Jahre. Eine Entscheidung steht allerdings noch aus. Ingvil Schirling

Wenn alles gut geht, könnten die Neubauten für die Kita "Waldhaus" in Treppendorf und die Kita "Kleiner Maulwurf" in Kaden/Duben sowie die Sanierung der Kita "Waldwichtel" in Gießmannsdorf hoch bezuschusst werden. Dies sind drei von sechs Projekten, die der Landkreis für das Investitionsprogramm vorschlägt. Die Rangliste steht fest, entschieden ist allerdings noch nichts.

Auf den Plätzen eins und zwei stehen Bauvorhaben in Schulzendorf und Zeuthen. In Berlinnähe ist der Mangel an Kitaplätzen gravierend, der Zuzug aus der Hauptstadt ungebremst. Deshalb sollen in Schulzendorf 70 Plätze entstehen, davon die Hälfte für die Jüngsten unter drei Jahren. In Zeuthen sollen es 20 Plätze werden.

Der anvisierte Ersatzneubau für die Kita Waldhaus in Lübben-Treppendorf orientiert sich am nahen Wohngebiet und dem Zuzug auch in der Spreewaldstadt. Der deutliche Mangel an Kita-Plätzen sorgte in diesem Jahr bereits für Diskussionen. 525 000 Euro würde der Neubau laut LDS-Verwaltung kosten, davon könnten 70 Prozent über die ILB aus dem Förderprogramm getragen werden.

Allerdings muss Lübben - wie auch einige andere dieser Projekte - bis zum 22. September alle Unterlagen einreichen, damit eine Entscheidung gefällt werden kann. Andernfalls rücken die Vorhaben nach, die weiter unten auf der Liste stehen. Der Topf in Höhe von gut einer Million Euro, der dem Landkreis hierfür zur Verfügung steht, ist ohnehin deutlich überzeichnet.

Plätze fünf und sechs belegen derzeit das Neubauvorhaben für die Kita "Kleiner Maulwurf", die von Kaden nach Duben ziehen soll, und die Sanierung der Kita "Waldwichtel" in Gießmannsdorf. Für beide hat die Stadt Luckau aufgrund ihrer Finanzschwäche eine Förderung von 90 Prozent beantragt. Die Unterlagen liegen, das geht aus dem Verwaltungspapier hervor, auch vollständig bereit. Die Kadener Kita ist aufgrund ihrer Lage an der Autobahn und der B 87 stabil ausgelastet, jedoch in baulich desolatem Zustand. Der Neubau in Duben würde 362 441 Euro kosten. Die Sanierung der Gießmannsdorfer Kita "Waldwichtel" schlägt mit 167 824 Euro zu Buche.

"Die Entscheidung trifft die ILB", informiert Bildungs- und Jugenddezernent Carsten Saß (CDU). Sollte diese Projekte ablehnen, rücken andere nach. "Wir haben so viel in der Schublade, dass wir fast doppelt so viel Geld einsetzen können", schätzt Saß ein. Erfahrungsgemäß schöpfen ihm zufolge andere Landkreise ihre Budgets immer wieder nicht aus, sodass das übrig gebliebene Geld neu verteilt werden könnte.

Vor dem Hintergrund der Diskussion über den Mangel an Kitaplätzen in Lübben schätzt er ein, dass dieses Förderprogramm "nicht alles abdecken wird". Künftige Bedarfe müssten in den Kommunen darüber hinaus definiert und gesondert betrachtet werden.