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| 14:05 Uhr

Flüchtlinge verlassen Kirchenasyl

Luckau. Die junge Witwe Zarema Pugoeva (31) und ihre vier Kinder haben nach sieben Wochen im Kirchenasyl am Dienstag das evangelische Pfarrhaus in Luckau verlassen und leben jetzt wieder in einer Wohnung für Migranten am Mühlberg. Die Frau aus dem islamisch geprägten Iguschetien, deren Mann ermordet worden war, sollte nach dem Dublin-Abkommen nach Polen abgeschoben werden, dem EU-Land, das sie als erstes betreten hatte. Carmen Berg

Weil dort aufgrund der politischen Verhältnisse kaum Chancen auf ein faires Verfahren bestünden, gewährte die Kirche ihr Schutz. Wie Luckaus Pfarrerin Kerstin Strauch sagt, sei der Abschiebebescheid inzwischen zurückgenommen worden, Zarema Pugoeva wird ein Asylverfahren in Deutschland durchlaufen. Damit sei noch nicht entschieden, dass sie bleiben darf, doch sei die Familie vorerst rechtlich abgesichert und könne sich wieder frei bewegen.

Zarema Pugoeva hat von Gemeindemitgliedern und anderen Luckauern viel Zuspruch erfahren, wofür sie allen Danke sagt. So hatten Unterstützer beispielsweise die Kinder zum Spielen und Baden mitgenommen, der ältesten Tochter ihren Geburtstag ausgerichtet und finanziell geholfen, als die Familie während der Asylzeit keine Leistungen bezog.