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Flink beim Knoten und Kuppeln

Als Startläufer der Jugendwehr von Kreblitz, Schollen und Cahnsdorf geben Lina Quendt und Jan-Eric Barnetz mit Schlauch und Kupplung in den Händen alles, um eine gute Zeit zu erreichen, angefeuert von Eltern und Freunden am Rande der Wettkampfbahn.
Als Startläufer der Jugendwehr von Kreblitz, Schollen und Cahnsdorf geben Lina Quendt und Jan-Eric Barnetz mit Schlauch und Kupplung in den Händen alles, um eine gute Zeit zu erreichen, angefeuert von Eltern und Freunden am Rande der Wettkampfbahn. FOTO: B. Keilbach/bkh1
Gießmannsdorf. Bestens vorbereitet präsentierte sich die Wettkampfbahn auf dem Sportplatz des Luckauer Ortsteils am Samstagnachmittag. 15 Jugendmannschaften, zwei Frauen- und sieben Männerteams, haben Aufstellung genommen. Birgit Keilbach / bkh1

"Gut Wehr" schallte es aus mehr als 100 Kehlen zum Auftakt der vierstündigen Stadtmeisterschaft über den Platz.

Bürgermeister Gerald Lehmann (parteilos) dankte allen Feuerwehrleuten für ihre stete Einsatzbereitschaft. Das freiwillige Engagement lasse sich nicht allein an den Zahlen im Bericht des Stadtbrandmeisters ablesen. "Was die Zahlen nicht zeigen, ist, was Sie persönlich mit der Feuerwehr verbinden und wie sie diesen ehrenamtlichen Einsatz mit Arbeit und Familie unter einen Hut bekommen", sagte der Verwaltungschef anerkennend. Auch die Mitglieder der Jugendfeuerwehr entschieden sich immer wieder zwischen den anderen Freizeitaktivitäten wie Musikschule oder Sportverein für die Feuerwehr. Zudem gelte der Wehrführung mit Stadtbrandmeister Gerd Walter, seinem Stellvertreter Christian Schmidt und dem Jugendfeuerwehrwart Mathias Liebe Anerkennung.

Dann starteten die Wettbewerbe mit der Gruppenstafette für die jüngsten Nachwuchsmannschaften der Jugend A. "Hört genau zu, was der Schiedsrichter sagt, dann klappt das auch. Geübt haben wir es oft genug", beruhigte Jugendwart Nico Dzielak die aufgeregten Kinder der ersten Luckauer Jugendmannschaft. Insgesamt 20 Kinder zählt die Luckauer Jugendwehr. Mit vier Gruppen war sie am Samstag dabei. "Auf die Plätze, fertig, los!", rief der Starter. Dann flitzten Arno Barth und Angelina Schulze los. Schlauch ausrollen, ankuppeln, Arno lief zurück. Erik Jentsch brachte einen weiteren Schlauch und das Strahlrohr mit, wieder wurde angekuppelt. Phillip Vanselow rannte zur Station Knoten binden. Schließlich pumpte Erik Jentsch an der Handdruckspritze, was das Zeug hiellt, damit Adrian Krüger so schnell wie möglich die drei Büchsen von ihren Plätzen spritzen konnte. Noch ein letzter Sprint - Geschafft. Nico Dzielak wart zufrieden mit seinen Schützlingen. "Das Training zweimal die Woche hat sich gelohnt", resümierte er. Phillip Vanselow haderte mit sich: "Ich hatte einen Knoten falsch gebunden. Das hat uns fünf Strafsekunden gekostet." Beim nächstem Mal klappt es besser, tröstete Nico Dzielak. "Ich bin gut vom Start weggekommen und das Kuppeln hat auch gut geklappt", freute sich Arno Barth. Der 13-Jährige will einmal Feuerwehrmann im aktiven Dienst werden. "Bei der Ausbildung an den Fahrzeugen zu üben, ist besonders interessant. Und es wird nie langweilig", beschrieb er, was ihm an der Jugendfeuerwehr gefällt.

Zwölf Mitglieder zählt die gemeinsame Jugendwehr von Kreb litz, Schollen und Cahnsdorf, die 2016 guten Zuwachs verzeichnen konnte. "Fünf Kinder haben wir in Cahnsdorf aufgenommen, zwei in Kreblitz/Schollen", zählte der Cahnsdorfer Jugendwart Daniel Wirth auf. Beim Wettbewerb am Samstag konnten vor allem die Älteren der Jugend B zeigen, was in ihnen steckt. Auch bei den Uckroern zahlte sich die kontinuierliche Jugendarbeit mit sehr guten Platzierungen aus.

Zieckaus Ortswehrführer Axel Linke freute sich besonders darüber, "dass wir seit Jahren wieder einmal eine Frauenmannschaft stellen, weil die jungen Frauen aus der Jugendwehr jetzt in den aktiven Dienst gewechselt sind", zeigte er auf, wie sich die zielgerichtete Nachwuchsarbeit auch für den Feuerwehrsport auszahlt. So hatte auch die bewährte Gießmannsdorfer Frauenmannschaft einen Partner im Wettbewerb. Bei den Männern waren sieben Teams angetreten. Die Mannschaft aus Willmersdorf-Stöbritz verteidigte ihren Titel als Stadtmeister auch in diesem Jahr.

Zum Thema:
Gruppenstafette Jugend A (8-14 Jahre) 1. JFW Uckro II, 2. JFW Luckau II, 3. JFW Gießmannsdorf/ZieckauJugend B (15-17 Jahre)1. JFW Cahnsdorf/Kreblitz/Schollen, 2. JFW DubenLöschangriff nassJugend A 1. JFW Uckro I, 2. JFW Uckro II, 3. JFW LuckauJugend B1. JFW Gießmannsdorf/Zieckau, 2. JFW Luckau, 3. JFW Cahnsdorf/Kreblitz/SchollenFrauen1. FFW Gießmannsdorf, 2. FFW ZieckauMänner 1. FFW Willmersdorf-Stöbritz, 2. FFW Kümmritz, 3. FFW Gießmannsdorf