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| 17:11 Uhr

Abgehoben
Himmelfahrt wörtlich genommen

Clubvorsitzender Prof. Peter Biegel und Schirmherr Wolfgang Roick eröffneten den sieben Tage währenden Wettbewerb.
Clubvorsitzender Prof. Peter Biegel und Schirmherr Wolfgang Roick eröffneten den sieben Tage währenden Wettbewerb. FOTO: Uwe Hegewald
Bronkow. Der Fliegerclub Bronkow eröffnete am Feiertag den Wettbewerb um 1. Spreewaldpokal Von Uwe Hegewald

Neuer Name, bewährter Wettbewerb: Mit der Durchführung des 1. Wettbewerbs um den Spreewaldpokal wollen die Segelfliegerpiloten des Flugplatzes Bronkow einem langjährigen Wettbewerb mehr Schwung verleihen. „Es geht uns auch darum, der Veranstaltung zu noch mehr Attraktivität zu verhelfen“, sagt Steffen Roblick. „Ursprung ist das traditionelle Vergleichsfliegen Wilsche-Schäferstuhl-Bronkow, das vor rund 20 Jahren ins Leben gerufen wurde“, so der Motor- und Segelfliegerpilot. Jeweils im Wechsel war einer der drei Luftsportvereine für die Ausrichtung zuständig. Nach dem Ausscheiden der Luftsportgemeinschaft Schäferstuhl (Niedersachsen) beschränkt sich das „Kräftemessen am Himmel“ auf Bronkow und den Flugplatz Wilsche bei Gifhorn.

Steffen Roblick räumt ein, dass der Name Vergleichsfliegen etwas sperrig klingt. Ungeachtet dessen müssten die Piloten schon etwas in petto haben. „Der Wettbewerb zieht sich über sieben Wertungsläufe, vom 10. bis 13. und vom 18. bis 21. Mai. Geflogen wird in einer offenen und einer Clubklasse“, teilt Friedrich Kanzler mit. Im Fliegerclub ist der Vetschauer für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Dass die Blicke der Piloten am Himmelfahrtstag zielgerichtet nach oben gehen, ist der Wettervorhersage geschuldet. In Anbetracht der Witterungslage ist die Tagesaufgabe auf ein vertretbares Maß abgestimmt. So müssen mehrere Korridore angeflogen und eine Mindestflugzeit von 2:30 Stunden absolviert werden. „Tagesbeste sind die Piloten der beiden Klassen, die die weiteste Strecke in der kürzesten Zeit absolvieren“, so Steffen Roblick.

Bevor die 37 Starter mit drei Motorflugzeugen in den Lausitzer Himmel gezogen werden, gilt es für den Schirmherren des Wettbewerbs, Wolfgang Roick, das Vergleichsfliegen auch in luftiger Höhe zu eröffnen. Der SPD-Landtagsabgeordnete setzt sich ins Cockpit von Prof. Peter Biegel. „Es ist der erste Segelflug meines Lebens überhaupt“, gesteht der etwas angespannt wirkende Wolfgang Roick. Während er sich nach 30 Flugminuten als souveräner Copilot feiern lassen kann, heißt es für Peter Biegel: Umsteigen. Die legändere Puchacz wird gegen eine DG 300 getauscht, und schon ist der Vereinsvorsitzende des Fliegerclubs Bronkow mittendrin im Wettkampfgeschehen.

Wem gelingt es, die Tagesaufgaben am besten zu erfüllen? Wer hat das beste Gespür für Thermik? Pfingstsonntag wissen es die Wettbewerber um den 1. Spreewaldpokal, die wie in jedem Jahr aus mehreren Bundesländern angereist sind. Piloten aus München, Berlin, Braunschweig, Goslar und anderen Orten stehen auf der Liste des Starterfeldes um ihre Wettbewerbsleiter Rainer Bretschneider und Jürgen Bedrich.

Mit Steffen Kubitz führt der stellvertretende Clubvorsitzende und Segelflug-Referent des Landes Brandenburg als sportlicher Leiter Regie. Assistiert wird er dabei unter anderem von einer Adligen.

Mandy Bahl war einst Spargelkönigen der Erzeugergemeinschaft Spreewald-Lausitz und bewährt sich beim Vergleichsfliegen als Schriftführerin und Dolmetscherin. Als sie am Himmelfahrtstag die Startzeit mit „Dreivierteleins“ angibt, erntet sie allerdigs von Teilnehmern aus den alten Bundesländern zunächst fragende Blicke. Für sie hätte es richtigerweise „Viertel vor Eins“ lauten müssen.

Beim Start werden die Tragflächen auf den ersten Metern von der Bodencrew in Waage gehalten.
Beim Start werden die Tragflächen auf den ersten Metern von der Bodencrew in Waage gehalten. FOTO: Uwe Hegewald