(bkh) Um den Nachwuchs für die Feuerwehren in den Ortsteilen ist dem Heideblicker Gemeindejugendwart Detlef Borch derzeit nicht Bange. 112 Kinder und Jugendliche von fünf bis 18 Jahren erlernen in den Jugendfeuerwehren von Walddrehna, Langengrassau, Beesdau, Gehren, Waltersdorf und Bornsdorf/Weißack sowie in vier Kidswehren das Feuerwehr-ABC. „Wir haben keine Nachwuchsprobleme bei Kameraden, die die Jugendarbeit übernehmen“, sagt Detlef Borch. Seit Samstag gibt es einen weiteren Feuerwehrmann, der sich für den Nachwuchs engagiert. Zu Beginn des Gemeindeausscheides der Heideblicker Wehren wurde der Langengrassauer Sven Hedel von Ordnungsamtsleiter Stephan Weide zum Jugendfeuerwehrwart ernannt.

Der stellvertretende Bürgermeister dankte allen Frauen und Männern für ihr ehrenamtliches Engagement. Mehrere Einsätze bei Waldbränden liegen hinter ihnen. Darunter der Brand im munitionsbelasteten Gebiet in der Rochauer Heide bei Altsorgefeld. Hier unterstützten mehrere Heideblicker Wehren anfangs die Einsatzkräfte aus dem Nachbarlandkreis Teltow-Fläming. „Die Wüstermarker Wehr sicherte dann drei Tage lang die Wasserbereitstellung“, sagte Stephan Weide. Ausgezahlt habe sich dabei die mit dem TAZV Luckau getroffene Vereinbarung, das Wasserwerk in Schwarzenburg für solche Fälle wieder in Betrieb zu nehmen. „Das half auch beim kürzlichen Waldbrand bei Proßmarke. Die Löschfahrzeuge konnen so schnell wieder aufgetankt werden.“

Beim Gemeindeausscheid in Wüstermarke traten zwei Frauen- und acht Männermannschaften im Löschangriff nass an. Mit zwölf Jugend-Teams war der Nachwuchs die größte Abteilung. Davon stellten Langengrassau vier, Gehren und Waltersdorf jeweils drei, Walddrehna zwei und Beesdau eine Mannschaft. Die Beesdauer hatten mit Julius Zick und Conner Gelbke die jüngsten Teilnehmer im Team. „Ich finde die Feuerwehr sehr toll. Die Übungen an jedem Mittwoch und das Fahren im Feuerwehr-Auto machen Spaß. Und wir haben sehr nette Trainer“, sagt der siebenjährige Connor. Vor dem Wettkampf sei er aber „sehr aufgeregt“ gewesen. Anzumerken war das den jungen Teams dann auch beim Kuppeln, Sprinten und aufs Ziel spritzen. 

Auch Julia Gelbke verfolgte das Geschehen. „Ich war früher selbst in der Jugendfeuerwehr und die Ausscheide waren immer der Höhepunkt“, sagt die Beesdauerin. Am Schönsten sei dann immer die Abkühlung im Wasserbottich zum Abschluss gewesen. 14 Kinder und Jugendliche zählt die Beesdauer Nachwuchswehr laut Jugendwart Hans-Joachim Schenker derzeit. „Wir haben im Moment keine Nachwuchssorgen, die Kinder stehen sogar Schlange“, freut er sich. Neben der Ausbildung gestalte die Wehr für die Jüngsten jedes Jahr erlebnisreiche gemeinsame Höhepunkte. Der Kreispokallauf zähle dazu und alle zwei Jahre eine Angeltour. „Voriges Jahr waren wir im Kletterwald in Lübben“, berichtet der Jugendwart.

Seitens der Gemeindeverwaltung erhalte die Feuerwehr für die Jugendarbeit gute Unterstützung, betont Detlef Borch. So erhielten die Kinder und Jugendlichen passende Kleidung und dem Alter entsprechende, leichtere Übungsgeräte wie Kupplungen, Schläuche, Strahlrohe und Verteiler.