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| 11:27 Uhr

Baudenkmal
Feiern in der Schlossruine wird teurer

Die Dahmer Schlossruine ist aufwendig gesichert worden und heute ein beliebter Veranstaltungsort in der Flämingstadt.
Die Dahmer Schlossruine ist aufwendig gesichert worden und heute ein beliebter Veranstaltungsort in der Flämingstadt. FOTO: LR / Carmen Berg
Dahme. Im Dahmer Baudenkmal wird geheiratet, getagt und Kultur geboten. Jetzt stehen höhere Preise zum Beschluss. Von Carmen Berg

() Wer die Schlossruine für Events buchen möchte, soll künftig deutlich tiefer in die Tasche greifen. Eine Änderung der Nutzungsentgelte steht bei den Stadtverordneten in dieser Woche zum Beschluss. Der Fachausschuss für freiwillige Einrichtungen gab unlängst bereits grünes Licht.

Für private Nutzer verdoppelt sich der Obolus. Hochzeiten, Geburtstagsfeiern oder Firmenjubiläen sollen montags bis donnerstags 200 Euro, freitags bis sonntags 400 Euro pro Tag kosten. Bisher gab es diese Unterscheidung nicht. Private Events über vier Stunden schlugen mit 200 Euro zubuche. Unter vier Stunden waren es 100 Euro, dieser Betrag steigt jetzt auf 200 Euro.

Für öffentliche Veranstaltungen mit Eintritt werden von Freitag bis Sonntag pro Tag 200 Euro, ohne Eintritt 150 Euro fällig. Von Montag bis Donnerstag werden mit Eintritt 100 Euro, ohne Eintritt 75 Euro erhoben.

Zahlen soll künftig jeder gleichermaßen, also auch Schulen, deren Veranstaltungen bisher kostenfrei waren, und Vereine. Der Fachausschuss unterstützt diesen Vorschlag. „75 Euro werktags müssten auch für Schulen machbar sein“, so Ausschuss-Vorsitzender Karsten Schmidt (Freie Wähler). Wie er sagte, ist die Schlossrunine Eigentum der Stadt, Schulträger sind das Amt Dahme und für die Grundschule Werbig die Gemeinde Niederer Fläming. Es sei deshalb angesichts der prekären Dahmer Haushaltslage gerechtfertigt, „einen gewissen Beitrag zu erheben.“

Vereine haben bislang meist Einzelanträge auf Entlastung beim Ortsbeirat gestellt. „Es gibt 53 Vereine in der Stadt, davon 38 gemeinnützige, wo will man bei Ausnahmen eine Grenze ziehen?“, sagte Frank Donath (Die Linke). „Je klarer die Regelungen,  desto besser“, fand auch Mathhias Ochs (SPD). Die Möglichkeit, Hilfe aus dem Verfügungstopf des Ortsbeirates zu bekommen, bestehe in begründeten Fällen aber weiter, so Ortsvorsteher Jürgen Reder (SPD).

In der Schlossruine fanden im Vorjahr 29 Veranstaltungen statt, bis Ende März 2018 lagen für das laufende Jahr 23 Buchungen vor.