ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:05 Uhr

Fast zwei Straftaten ereigneten sich pro Stunde im Dahme-Spreewald-Kreis

Dahme-Spreewald.. Die Zwischenbilanz der Polizei des Schutzbereichs Dahme-Spreeewald bei den Straftaten fällt noch immer ein wenig besser aus, als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Gab es 2003 insgesamt 13 586 registrierte Delikte, waren es bis zum 31. Oktober 2004 gut 600 oder 4,5 Prozent weniger (12 977).

Das sind rechnerisch eine Straftat auf gut zwölf Einwohner (auf der Basis von 160 173 Einwohnern im Dahme-Spreewald-Kreis) oder fast zwei Straftaten pro Stunde (gut 42 am Tag).
Allein 44 Prozent aller Straftaten entfallen auf den Komplex Diebstahl. 5711 Fälle wurden der Polizei des Kreises bekannt (Vorjahr 6070). Fahrraddiebstähle waren darin 1231 enthalten, Diebstahl in und aus Kraftfahrzeugen 1058 sowie Ladendiebstähle 629. Weitere knapp 22 Prozent auf der Basis aller Straftaten entfielen auf sonstige Straftaten (2827 Fälle in diesem, 2754 im vergangenen Jahr). Hier machten Sachbeschädigungen in 1672 Fällen den größten Anteil aus.
Dritter großer Komplex bei den Straftaten sind Vermö gens- und Fälschungsdelikte. 1651 Fälle wurden in diesem Jahr bekannt (Vorjahr 2042). Den Löwenanteil machte Betrug aus (1034 Anzeigen).

Zunehmende Tendenz
Verstöße gegen das Ausländer- und Asylverfahrensgesetz bilden mit 672 Fällen den Schwerpunkt im Bereich der Verstöße gegen strafrechtliche Nebengesetze (1503 Fälle in diesem, 1433 im vergangenen Jahr).
Weiterhin leicht zunehmende Tendenz verzeichnete die Polizei des Schutzbereichs bei den Rohheitsdelikten. Waren in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres noch 1205 Straftaten angezeigt worden, sind es im gleichen Zeitraum dieses Jahres schon 1225. Hier sind es die Körperverletzungen (655 Fälle), die mehr als die Hälfte der Rohheitsdelikte ausmachen.

502 Rauschgiftdelikte
Immer mehr bekannt werden Rauschgiftdelikte. Gab es 2003 nur 217 Fälle, stieg die Zahl in diesem Jahr um bisher 131,3 Prozent auf 502 Fälle an. In diesem Bereich, das sagen die polizeilichen Erfahrungen der Vergangenheit, ist jedoch die Dunkelziffer, also die Zahl unentdeckter Straftaten, sehr groß.
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wurden in 57 Fällen (Vorjahr 78) angezeigt, Straftaten gegen das Leben gab es drei (Vorjahr vier).
Aufgeklärt wurden von den knapp 13 000 Straftaten 7450, was einer Aufklärungsquote von 57,4 (Vorjahr 56,5 Prozent) entspricht.
Als Tatverdächtige wurden 5078 (Vorjahr 5196) Personen ermittelt, darunter waren 1538 (1513), die noch keine 21 Jahre alt sind. Die Zahl nichtdeutscher Tatverdächtiger ging in den ersten zehn Monaten um fast 25 Prozent auf 991 (Vorjahr 1309) zurück. 636 (957) von ihnen wird ein Verstoß gegen das Asylverfahrensgesetz vorgeworfen. (km)