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| 01:07 Uhr

Falsches Material: Die Kirchhofsmauer muss schon wieder neu verfugt werden

Gießmannsdorf.. Geografischer, gesellschaftlicher und vor allem optischer Mittelpunkt im Luckauer Stadtteil Gießmannsdorf ist die alte Feldsteinkirche in ihrer hübsch angelegten Umgebung. Das Alter der Kirche kann nur geschätzt werden. Uta Schmidt

Verbürgt ist eine eingeschnitzte Jahreszahl im Dachstuhl, von etwa 1670, die bei Dacharbeiten gefunden wurde. Die Wetterfahne zeigt gleich zwei Jahreszahlen an: 1713 und 1717.
Das Gemeindeleben im Ort ist rege. Regelmäßig wird in Gießmannsdorf der Gottesdienst abgehalten. Es gibt Konfirmandengruppen, die Christenlehre, einen Frauen- und Bibelkreis. Ein Bläserchor ist rührig und über die Ortsgrenzen hinaus bekannt. Doch auch in Sachen Arbeitslosigkeit hat sich die Kirchgemeinde bereits engagiert. ABM-Stellen wurden in der Vergangenheit eingerichtet, um die Grünanlagen an der Kirche zu pflegen. Derzeit sind vor allen die Rentner aktiv, um den Kirchhof, aber auch den Friedhof, sauber zu halten.
Vor einigen Jahren wurde auch die Kirchhofmauer zur Freude aller Einwohner saniert. „Die fällt allerdings schon wieder zusammen, weil zur Reparatur Materialien vorgeschrieben waren, die mit den Steinen nicht binden. Die Klinker sollten nur mit Kalk und nicht mit Zement zusammengefugt werden, das ging aber schief“ , so Ortsbürgermeister Thomas Weichert zur unerfreulichen Entwicklung.
Ende der 90er Jahre habe die Kirchgemeinde Fördermittel zur Sanierung der Bauanlage erhalten, und die Fördervorgaben mussten eingehalten werden, so der Urgießmannsdorfer zur Ursache des neuerlichen Zusammenfalls. Nicht nur er ärgert sich über diesen Zustand. Man überlege sich eine Lösung. Weichert sprach rund zehn Jugendliche an, die an fünf, sechs Abenden in mühevoller Kleinarbeit die Fugen frei kratzen. Danach können die Zwischenräume wieder neu verfüllt werden. „Das soll halten, wurde mir erst kürzlich von einem Fachmann versichert“ , so das Ortsoberhaupt, der den jungen Leuten für diese Unterstützung und ihren Einsatz herzlich dankt.
Er machte aber auch auf dem liebevoll gepflegten Friedhof aufmerksam. Die Feierhalle erhielt einen neuen Anstrich und trägt so zu freundlichen Anblick bei.