| 18:21 Uhr

Sicherheitsbedenken
Fällaktion im Laga-Park vorerst gestoppt

Der Laga-Park, hier beim Tulpenfest, lebt von seinen romantischen Erlebnisinseln aus Blüten und Grün.
Der Laga-Park, hier beim Tulpenfest, lebt von seinen romantischen Erlebnisinseln aus Blüten und Grün. FOTO: Knuth/LaGa Luckau 2000 GmbH
Luckau. Luckauer Gärtner drängen vor weiteren Arbeiten auf ein schlüssiges Entwicklungskonzept und bieten ihre Hilfe an.

Die umstrittenen Fällarbeiten im Laga-Park werden vorerst nicht fortgesetzt. Das hat Jörg Kirstein, Geschäftsführer der Landesgartenschau-Gesellschaft, auf RUNDSCHAU-Nachfrage erklärt. Die Laga-GmbH hatte, wie berichtet, umfangreiche Rodungen und Verschnitte an Bäumen und Sträuchern in Auftrag gegeben. Es wurden dafür Sicherheitsgründe sowie ein Pflege- und Sanierungsstau genannt. Bei den Luckauern sorgt die Aktion für Aufruhr. Dass ein Nachholbedarf bei der Pflege besteht, ist dabei unstrittig. Die Gemüter erhitzen sich an der Radikalkur, die so manchen Gehölzen verpasst wurde.

Gärtner beklagen, dass Arbeiten nicht fachgerecht ausgeführt worden seien. „Mir ist bei dieser Aktion der Kragen geplatzt“, berichtete Peter Triebler am Reporter-Telefon. Er sei Ende der 1990er Jahre bei den ersten Handgriffen für den Park dabei gewesen, der zur Landesgartenschau 2000 nach Plänen des Landschaftsgestalters Heinz Eckebrecht entstand.  „Ich bin begeisterter Luckauer, deshalb tut mir weh, was dort jetzt passiert ist“, sagt er.

Peter Triebler zufolge ist nicht nur beim Baumverschnitt auf der Streuobstwiese unsachgemäß gearbeitet worden, wie Gärtnermeister Horst Fechner in der RUNDSCHAU vom 18. Januar kritisiert hatte. Auch wertvolle Einzelgehölze seien heruntergeschnitten worden, die nicht nachwachsen würden. Als Beispiel nannte er Kleinbäume mit Zieräpfeln, die im Frühjahr Blüten tragen und im Herbst kleine Zierfrüchte bilden. „Sie treiben höchstens noch als Wildäpfel aus“, so der Luckauer. Wenngleich nötig, hätte aus seiner Sicht auch der Verschnitt der Sträucher am Spielplatz nicht bis auf die Stümpfe erfolgen dürfen.  Drei Jahre werde es dauern, so schätzt er, bis sie wieder nachgewachsen sind. Der Charakter des Parkes sei für längere Zeit gestört, so der Luckauer. Bevor Weiteres am Park passiert, sei ein Konzept nötig, wohin die Entwicklung in den nächsten zehn, 15 Jahren gehen soll. Mit anderenGärtnern der Region und einem Gartenarchitekten will er sich gern einbringen, wenn das gewünscht wird. Laga-Geschäftsführer Jörg Kirstein sagt dazu: „Einem solchen Angebot werde ich mich nicht verschließen.“