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| 17:02 Uhr

Aus dem evangelischen Krankenhaus Luckau
Medizintechnik schont Patient und Arzt

Urologie-Chefarzt Frank Schilde und Schwester Birgit Handrich vor dem neuem Arbeitsplatz. Neue Technologien ermöglichen ein kompaktes Design und einen flexiblen Arbeitseinsatz.
Urologie-Chefarzt Frank Schilde und Schwester Birgit Handrich vor dem neuem Arbeitsplatz. Neue Technologien ermöglichen ein kompaktes Design und einen flexiblen Arbeitseinsatz. FOTO: LR / Anja Brautschek
Luckau. Evangelisches Krankenhaus Luckau investiert in neuen Arbeitsplatz für die Urologie. Von Anja Brautschek

Das Evangelische Krankenhaus in Luckau hat die urologische Abteilung weiter modernisiert. Nach dem Neubau des Funktionesgebäudes im Jahr 2012, indem unter anderem auch die Urologie und drei OP-Säle untergebracht sind, ist seit wenigen Wochen ein neuer Arbeitsplatz im Einsatz. „Damit schließt sich eine Lücke. Wir sind top ausgestattet“, sagt Frank Schilke, Chefarzt der Urologie. Das Gerät sei das bislang modernste auf dem Markt.

Das Besondere an dem neuen Arbeitsplatz: Es ist ein multifunktionales Urologiegerät, dass die Röntgen-
einheit bereits integriert hat. Das Uroskop ist kompakter als alte Geräte und dennoch flexibel und mobil einsetzbar. Sowohl die Fläche, auf der der Patient liegt, als auch das Röntgengerät können in verschiedenste Positionen gebracht werden.  Selbst das Röntgen in Sitzen sei damit möglich. Für den Arzt bieten sich so zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten.

„Die wichtigste Neuerung ist aus meiner Sicht aber, dass das Gerät einen wesentlich höheren Strahlenschutz bietet – für den Patienten, aber auch den Arzt“, erklärt Schilke. Das Röntgengerät ist das Herzstück des neuen Arbeitsplatzes und für viele Eingriffe unerlässlich. Der Streubereich sei durch pulsierende Aussendung der Röntgenstrahlen deutlich geringer. Dennoch entsteht eine bessere Bildqualität. Das Gerät kann den gesamten Unterbauch abbilden „Früher musste eine Schwester das Röntgengerät verschieben, da beispielsweise nur ein Teilbereich des Harnweges geröngt werden konnte“, erklärt Schilke die neue Technik.

Das Gerät wird für stationäre, aber auch ambulante Eingriffe eingesetzt. So kann beispielsweise ein Steinzertrümmerer daran gekoppelt werden, um Nierensteine von außen ohne Einschnitte zu behandeln. Auch Blasenspiegelungen oder Prostatapunktionen werden damit durchgeführt. Insgesamt werden pro Jahr rund 1700 stationäre und 1100 ambulante Patienten in der urologischen Abteilung behandelt. „Die Tendenz ist weiter steigend“, erklärt Schilke.

Die Personalsituation im  medizinischen und pflegerischen Bereich sei angespannt. Gut ausgebildete, junge Mitarbeiter seien gerade im ländlichen Raum schwer zu finden. „Die steigende Zahl an Patienten ist nur durch eine Arbeitsverdichtung möglich – bei gleichbleibender Qualität natürlich“, sagt der Chefarzt. Um diese zu gewährleisten, sei eine moderne Ausstattung unerlässlich. Der Patient kann schonender behandelt werden. Wunden heilen dadurch  schneller ab. Aus diesem Grund hat das Evangelische Krankenhaus in die neue Technik investiert. Etwa eine halbe Million Euro habe das Gerät gekostet. „Aber die Technik dient immer nur dem Menschen. Unsere Mitarbeiter sind unser größtes Kapital“, gibt Schilke zu bedenken.

Er freut sich daher umso mehr über das harmonische, kollegiale Miteinander im Team. Derzeit arbeiten 18 Schwestern, zwei Hilfskräfte und fünf Ärzte für die urulogische Abteilung. Zwei weitere Ärzte sind derzeit in Mutterschutz. „Wir sind ein stabiles Team. Das neue Gerät bietet uns zusätzliche Arbeitsfreiheit.“

Die neue Röntgentechnologie ist besonders schonend für Patient und Arzt. Dennoch ermöglicht es während der Behandlung eine bessere Sicht.
Die neue Röntgentechnologie ist besonders schonend für Patient und Arzt. Dennoch ermöglicht es während der Behandlung eine bessere Sicht. FOTO: LR / Anja Brautschek