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| 15:58 Uhr

Infrastruktur
Es wird eng in Luckaus Kitas

Gut besucht ist auch die Kita in Cahnsdorf. Dieser Tage nahmen die Jungen und Mädchen ein neues Spielgerät in Besitz, das das örtliche Unternehmen Golze spendierte.
Gut besucht ist auch die Kita in Cahnsdorf. Dieser Tage nahmen die Jungen und Mädchen ein neues Spielgerät in Besitz, das das örtliche Unternehmen Golze spendierte. FOTO: Kita Cahnsdorf / Nando Stein
Luckau. Noch reicht der Platz. Aber zum Sommer melden weitere Land-Kitas 100-Prozent-Belegung.

Noch reicht in Luckaus sieben kommunalen Kitas der Platz für alle Steppkes, die angemeldet werden. Doch es wird voller. Der Hort platzt bereits aus allen Nähten. Für dieses Jahr kündigt die Verwaltung eine Schul- und Hortentwicklungsplanung an. Eine langfristige Kita-Planung soll 2019 folgen, so die zuständige Amtsleiterin Birgit Lehmann.

Laut einem Bericht von Fachbereichsleiterin Yvette Poser vor dem Schul- und Sozialausschuss sind die insgesamt 361 Plätze zu 90 Prozent ausgelastet. Zum 1. August geht das Fachamt von 98 Prozent aus. Zum einen sei der Trend erfreulich. „Die Geburtenzahlen steigen wieder, und es gibt außerdem mehr Zuzüge von Familien in die Stadt“, sagt Birgit Lehmann. „Wer sich in Lu-
ckau ansiedeln will, erkundigt sich neben schnellem Internet zuerst nach Kitas und Schulen“, beschreibt die Amtsleiterin die Herausforderung.

Standen vor vier Jahren Land-Kitas wie in Gießmannsdorf oder Uckro auf der Kippe, so sind inzwischen alle zu weit über 80 Prozent belegt. Görlsdorf mit 38 Plätzen, Cahnsdorf mit 60 und Gießmannsdorf mit bereits um zehn auf 40 aufgestockten Plätzen werden im neuen Kita-Jahr voll sein. Die Kita in Kaden ist mit einer Ausnahmegenehmigung zu 117 Prozent ausgelastet. Ein Ersatzneubau in Duben bringt Abhilfe, der dieses Jahr  in Betrieb  gehen soll.

In Luckaus größter Kita, der „Sonnenblume“ in der Kernstadt, sind von 165 Plätzen 142 belegt –  Tendenz auch hier steigend. Unlängst war aus Mitarbeiterkreisen Kritik an der Raumaufteilung in der „Sonnenblume“ für die Krippenkinder laut geworden. 14 kleine Steppkes würden von zwei Erzieherinnen in einem großen Raum betreut, das seien zu viele. Birgit Lehmann verweist darauf, dass gesetzliche Vorgaben eingehalten werden. Jedoch werde das Raumkonzept jetzt dem wachsenden Bedarf an Krippenplätzen angepasst. „Das kann nur im Team vor Ort passieren. Die Verwaltung greift dort unter die Arme, wo bauliche Veränderungen nötig werden“, erklärt die Amtsleiterin.

Offen ist, wie sich das avisierte kostenlose letzte Kita-Jahr auf die Einrichtungen auswirken wird. „Womöglich könnten die Zahl der Rücksteller für die Einschulung steigen oder Kinder berufstätiger Eltern täglich länger in der Einrichtung bleiben“, sagt Birgit Lehmann. Bisher wurden Elternwünsche bei der Standortwahl erfüllt. „Einen Rechtsanspruch aber gibt es nur auf den Platz, nicht auf eine Wunscheinrichtung“, stellt die Amtsleiterin klar. Auch die Betreuung ortsfremder Kinder in Luckau „werden wir langsam zurückfahren müssen“, ergänzt Fachgebietsleiterin Yvette Poser.

Personell sind die Luckauer Kitas noch gut aufgestellt. Doch es werde schwieriger, entsprechend qualifizierte Kräfte zu gewinnen. „Früher konnten wir aus einem Pool von Bewerbern wählen, heute werden wir gewählt“, sagt Birgit Lehmann. Das Netz aus mehreren Einrichtungen wie auch attraktive Weiterbildungsangebote seien dabei Pluspunkte, sagt sie.

Im Hort ist wegen des großen Ansturms die Kapazität befristet von 260 auf 285 Plätze erhöht worden. Auch im neuen Kita-Jahr werden neben Neubau und Kleinem Horthaus 25 Plätze im Grundschul-Gebäude gebraucht, sagt Birgit Lehmann. Es spreche für die gute Arbeit, dass ältere Grundschüler weiter gern kommen möchten. „Für sie muss der Freizeittreff LückKids im Capitol stärker zum Tragen kommen“, so die Amtsleiterin. Der Treff richtet sich vor allem an Fünft- und Sechstklässler, für die Awo-Sozialarbeiterin Birgit Neumann ein spannendes Angebot bereit hält. Um es bekannter zu machen und Vertrauen aufzubauen, stellt es die Sozialarbeiterin in Elternversammlungen vor.