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| 01:05 Uhr

Erstmals mehr als 100 Einsätze gefahren

Amt Dahme.. Im zurückliegenden Jahr haben die Feuerwehren des Amtes erstmals die „Schallmauer“ von 100 Einsätzen durchbrochen. Carmen Berg

Wie Amtsbrandmeister Frank-Uwe Wiedner sagt, war das Spektrum dabei breit gefächert, von Waldbränden über Bränden an Wohngebäuden bis zur Beseitigung von Sturmschäden und zu technischen Hilfeleistungen.
Man könne das Engagement der Kameraden angesichts der deutlich gestiegenen Einsatzzahlen nicht hoch genug würdigen, hebt der Amtsbrandmeister hervor. Zumal sich aufgrund der Arbeitsmarktsituation die Last auf immer weniger Schultern verteilt. Insbesondere bei Notfällen tagsüber werde das spürbar.

Hilfe aus Illmersdorf
Das Gros der Einsätze entfällt auf die Dahmer Wehr. Deshalb sei es erfreulich, sagt der Amtsbrandmeister, dass 2003 mit Illmersdorf eine weitere Wehr in Stadtnähe für die Tagbereitschaft aktiviert und zur Fahrzeugwehr ausgerüstet werden konnte. Die Entscheidung, hier ein Löschfahrzeug LF 8-LO mit Schlauchanhänger zu stationieren, habe sich als richtig erwiesen, so Wiedner. Damit habe man für den Ernstfall bei Tage neun Kräfte zusätzlich sowie ein Einsatzfahrzeug mit Schlauch für längere Wegstrecken zur Verfügung.
Für das Fahrzeug, das aus Dahme umgesetzt wurde, ist das Illmersdorfer Gerätehaus umgebaut worden. Einen großen Dank haben sich dabei die Illmersdorfer Kameraden um Wehrführer Christian Müller verdient, die den Umbau in vielen Stunden freiwilliger Arbeit unterstützten, unterstreicht der Amtsbrandmeister.
Wie die RUNDSCHAU berichtete, hatte 2003 in der Dahmer Wehr ein Pumpenschaden an einem der Fahrzeuge große Sorgen bereitet. Unter erheblichem Aufwand konnte die Pumpe repariert werden, und so stand das Tanklöschfahrzeug während des heißen Sommers wieder zur Verfügung, blickt der Amtsbrandmeister zurück. Zudem konnte ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug mit einem fest eingebauten 750-Liter-Löschwassertank in Dienst gestellt werden.
Dieses verblieb in Dahme. Das reparierte, das 30 Jahre auf dem Buckel hat, soll umgesetzt werden in eine Wehr, die weniger Einsätze fahren muss. Bei nicht so häufiger Beanspruchung könne es noch einige Jahre Dienst tun. Insgesamt sieht es der Amtsbrandmeister als Aufgabe für die Zukunft, die im Amtsbereich vorhandene Feuerwehrtechnik so effektiv wie möglich einzusetzen.
Für 2004 hofft man auf die Anschaffung eines weiteren neuen Fahrzeuges mit Förderhilfe. Denn, so der Amtsbrandmeister, „auch bei bester Pflege und Wartung kann Technik nicht ewig halten.“
Neben dem persönlichen Engagement der Kameraden spieen die Finanzen eine entscheidende Rolle. Der Amtsbrandmeister würdigt die gute Zusammenarbeit mit dem Amt Dahme als Träger des Brandschutzes.
Kontinuierlich werde die Qualifizierung der Kameraden fortgesetzt, benennt er einen weiteren Schwerpunkt. So stehen unter anderem acht weitere Kameraden bereit für die Atemschutzgeräteträger-Prüfung. Aber schon die notwendige ärztliche Untersuchung dafür koste 600 Euro, gibt der Amtsbrandmeister ein kleines Beispiel fürs Finanzielle.

Gegen das „Funkloch“
In Angriff genommen werden 2004 Probleme bei der Alarmierung und Funkausleuchtung, sagt Frank-Uwe Wiedner. Man müsse die Funkausleuchtung neu ausmessen und Verstärker installieren. Es sei ein Sicherheitsrisiko, wenn Teile des Amtes im „Funkloch“ sind und somit der Kontakt zur Leitstelle unterbrochen sei. Sogar innerhalb der Stadt betreffe dies einige Stellen. Mehrfach sei das Problem beim Kreis angemahnt worden, der die Kosten dafür tragen muss, sagt der Amtsbrandmeister. Mitte Januar soll die Neuausmessung erfolgen.