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| 17:21 Uhr

Golßener Hauptausschuss hat getagt
Erstes grünes Licht für Lagerungvon Feuerwerk in Altgolßen

 Feuerwerke sind beliebt, sorgen für emotionale Momente. Feuerwerkskörper und Zubehör könnten künftig in Altgolßen gelagert werden.
Feuerwerke sind beliebt, sorgen für emotionale Momente. Feuerwerkskörper und Zubehör könnten künftig in Altgolßen gelagert werden. FOTO: Andreas Staindl
Feuerwehr wird in Planung einbezogen, trotzdem bleiben die Bauchschmerzen. Von Andreas Staindl

 Feuerwerke sind beliebt. Geburtstage, Hochzeiten und andere Feiern werden damit interessanter und emotionaler. Wenn der Himmel spektakulär leuchtet, sich Verliebte in den Armen liegen und verträumt nach oben schauen und das bunte Spektakel gerührt verfolgen, dann haben die Feuerwerker alles richtig gemacht.

Marc Brabec ist ein solcher Spezialist. Er betreibt das „Spreefeuerwerk“ in Altgolßen (Stadt Golßen/Unterspreewald). Feuerwerkskörper und Zubehör möchte er gern auf seinem Grundstück in der Dorfstraße lagern. Dafür aber ist eine Nutzungsänderung der Räumlichkeiten eines ehemaligen landwirtschaftlichen Betriebsgebäudes notwendig. Die Stadt Golßen ist aufgefordert, über das gemeindliche Einvernehmen zu entscheiden, quasi zu sig­nalisieren, ob sie mit dem Vorhaben einverstanden ist oder nicht.

Der Hauptausschuss befasste sich kürzlich damit, um den Stadtverordneten eine Empfehlung zu geben – bereits zum zweiten Mal. Das Gremium hatte den Beschluss schon im November des vergangenen Jahres auf dem Tisch. Der Ausschuss untersagte die Zustimmung damals wegen zu großer Sicherheitsbedenken. Knackpunkt war, dass größere Mengen von Feuerwerkskörpern direkt in einem Wohngebiet gelagert werden sollen.

„Das Gebäude befindet sich mitten im Dorfzentrum in Altgolßen“, erinnerte Annett Schmidt (SPD) jetzt an den Grund der damaligen Ablehnung. „Inzwischen“, so die stellvertretende Bürgermeisterin während der Hauptausschusssitzung, „wurden unsere Bedenken ausgeräumt. Behörden und Fachämter haben grünes Licht für das Vorhaben gegeben. Sie haben keine Bedenken. Zudem ist das Amt Unterspreewald in der Lage, das Unternehmen feuerwehrtechnisch zu begleiten.“ Ihr zufolge ist die Feuerwehr in die Planung einzubeziehen, um im Notfall vorbereitet zu sein. Nach Informationen der Vize-Bürgermeisterin sollen allerdings nur kleine Mengen Feuerwerkskörper in dem Gebäude in Altgolßen gelagert werden, was auch Marc Brabec bestätigt.

Ein paar Bauchschmerzen wegen des Vorhabens hat Gerd Pietrzok (SPD) dennoch. „Der Standort befindet sich einfach mitten im Ort“, sagt der Stadtverordnete. „Doch wenn die zuständigen Behörden zugestimmt haben, gibt es für uns keinen Grund mehr, das Vorhaben abzulehnen. Ich sehe nichts mehr, das aus rechtlicher Sicht dagegenspricht.“ Annett Schmidt teilt seine Auffassung. „Die positiven Stellungnahmen der Fachstellen liegen vor.“

Das Landesumweltamt und die Brandschutzstelle des Landesamts für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit etwa haben laut Verwaltung des Amtes Unterspreewald grünes Licht gegeben. Zudem seien vom Antrag­steller Befähigungsnachweise nachgereicht und die geplante Nutzung erläutert worden. „Dann sollten wir zustimmen“, sagte Michael Bock (CDU). Die anderen Mitglieder des Hauptausschusses folgten ihm. Sie empfahlen den Stadtverordneten einstimmig, das gemeindliche Einvernehmen für die Nutzungsänderung der Räumlichkeiten in Altgolßen zu erteilen.

Marc Brabec muss jetzt noch auf die Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung warten, die voraussichtlich im Februar dieses Jahres über seinen Antrag entscheidet. Die Zustimmung vorausausgesetzt, will er für Rettungs- und Einsatzkräfte auch Übungsmöglichkeiten mit Spezialeffekten anbieten: „Ich möchte sie professionell auf Gefahrensituationen vorbereiten.“ Zudem soll ein separater Raum im Objekt geschaffen werden, der für den Verkauf von Silvesterfeuerwerk genutzt werden kann.