ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:56 Uhr

Erster Storchenstopp auf Gießmannsdorfer Kirchendach

Luckau/Gießmannsdorf. Auf dem Kirchendach von Gießmannsdorf ist vor fünf Tagen der erste Storch gesichtet worden. Wie Storchenfachfrau Katharina Illig sagt, sei er jedoch wieder weggeflogen. H. Kuschy

In diesem Jahr seien Störche schon sehr zeitig in ihre Brutheimat zurückgekehrt. Waren es über Jahrzehnte immer die Tage zwischen dem 1. und 10. April, in denen sie nach und nach die Horste besetzten, holen sie sich jetzt beizeiten kalte Füße. Wahrscheinlich seien es Westzieher, die in Nordafrika überwintern und deren Weg nicht so weit wie der der Ostzieher sei.

"Ungemütlich wird es für die heimkehrenden Störche jetzt auch deshalb, weil sie bei diesem Schnee kaum etwas zu fressen finden", sagt die Luckauerin, die seit rund 40 Jahren Jungstörche im Altkreis beringt. Deshalb solle sich niemand wundern, wenn ein Storch mal im Hühnerhof steht. In der Not würden sie sich Futter auch dort suchen.

Das zeitige Erscheinen lasse jedoch keinen Rückschluss auf die kommende Storchensaison zu, so Katharina Illig. 2012 war im Altkreis ein gutes Jahr für Adebar. Die Storchenfreunde zählten 35 Brutpaare in der Region. 26 von ihnen hatten 67 Junge. In 58 Dörfern des Altkreises hätten sich in den vergangenen 50 Jahren Störche niedergelassen. Doch nur in sieben Dörfer kehrten sie auch immer wieder zurück.