Die Fraktion AWGH (Unabhängige Wählergemeinschaft Heideblick) hat den 31-jährigen Steffen Beier aus Falkenberg als Bürgermeisterkandidaten nominiert.

Was noch vor Wochen in ruhigen Bahnen lief, scheint jetzt turbulent zu werden. Ein Teil der Ortsvorsteher ist überzeugt, dass eine kleine Gemeinde allein nicht existieren kann, die Verwaltung zu teuer sei und eine Fusion nötig. Andere hingegen glauben, dass eine Fusion zum geplanten Termin zu früh sei. "Auf die Frage, was die Vorteile einer Fusion mit Luckau sind, kann ich den Bürgern kaum antworten", so Gehrens Ortsvorsteher Klaus Seide. "Die Grundsteuer A und B sowie die Gewerbesteuer würden angehoben, wenn wir zu Luckau gehen", sagt er. Auch die Verwaltungskosten würden nicht sinken. Die Bürger befürchten, dass kaum noch Geld für Sportplätze oder Gemeindehäuser da sein wird.

Beim jüngsten Ortsvorstehertreffen gab es Streit über die mögliche Anzahl der Gemeindevertreter, die für einen Übergangszeitraum in die Luckauer Stadtverordetenversammlung gehen sollen. Luckau will im Vertrag acht zusätzliche Stadtverordnete, Heideblick komplett alle 20 Gemeindevertreter. Denn keiner der bisher Gewählten will freiwillig auf sein Mandat verzichten. "Darüber werden wir eine Debatte am Montag führen, wenn wir uns zur Gemeindevertretersitzung treffen", erklärt Seide.

"Die Leute sollen in einer Bürgerbefragung ankreuzen, ob sie für oder gegen eine Fusion sind", sagt Steffen Beier. Wenn Sie sich dagegen äußern, gäbe es für sie keine Alternative, weil Bürgermeister Lott ja in den Ruhestand geht. Deshalb habe sich Beier bereiterklärt, zu kandidieren, sagt er. Damit es erst einmal weitergehen kann.