Die Stadt Luckau will eine Gesamtkonzeption zur Steuerung der Ansiedlung neuer Fotovoltaik-Freiflächenanlagen entwickeln. Das hat die Stadtverordentenversammlung unlängst mehrheitlich beschlossen. Das Konzept soll die Beurteilung von entsprechenden Anträgen erleichtern.
Bislang gibt es dazu keine einheitliche Vorgehensweise. Im Gegensatz zu den Windkraftanlagen hat der Gesetzgeber eine Privilegierung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen bisher nicht vorgesehen. Das bedeutet, dass regelmäßig ein Planungserfordernis besteht. Die Abgeordneten müssen von Fall zu Fall eine Entscheidung treffen. Zugleich häufen sich die Anfragen möglicher Investoren.

Untersuchung zur Nutzung von Solarenergie in Luckau

Die Verwaltung hat deshalb vorgeschlagen, eine raumanalytische Untersuchung zur Nutzung von Solarenergie in der Kommune durchzuführen. Darauf aufbauend soll eine Gesamtkonzeption und deren Integration in die Flächennutzungsplanung der Stadt erarbeitet werden. Die Kosten einer solchen Planung belaufen sich voraussichtlich auf rund 35.000 Euro. „Ich finde das sehr gut. Sonst kommt es zu Wildwuchs in der Region“, sagt Uwe Vogt (LL/UWG/FDP). Bürgermeister gerald Lehmann ergänzt, dass Luckau mit so einem umfassenden Konzept zu einer Art Modellgemeinde werden könnte.
Mit dem Beschluss haben die Stadtverordneten außerdem zugestimmt, dass neue Anträge zur Errichtung von Solarparks vorerst nicht durch die Stadtverordnetenversammlung begleitet werden. Das soll die Planung absichern. Erst wenn der Planungsvorlauf erkennen lässt, ob ein Vorhaben dem Gesamtkonzept widerspricht oder nicht, wird diese Festlegung wieder aufgehoben.

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