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Eric braucht am Mittwoch die Hilfe der Luckauer

Eric (l./mit Mike Bryza) vor einen Tandemsprung zum Abschluss der ersten Therapie.
Eric (l./mit Mike Bryza) vor einen Tandemsprung zum Abschluss der ersten Therapie. FOTO: Gatzke/privat
Luckau. Der 17-jährige Eric Gatzke aus Luckau ist zum zweiten Mal an Blutkrebs erkrankt. Nur eine Stammzellenspende kann ihm helfen. Carmen Berg

Bislang ist die weltweite Suche nach einem "genetischen Zwilling" erfolglos, sagt Annika Schirmacher von der DKMS (Deutsche Knochenmarkspender-Datei). Deshalb braucht Eric dringend die Menschen aus Luckau und Umgebung. Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, kann sich am Mittwoch zwischen 11 und 18 Uhr im Atrium des Evangelischen Krankenhauses in Luckau als potenzieller Stammzellenspender registrieren lassen.

Die DKMS hat die Aktion gemeinsam mit einer Luckauer Unterstützer-Initiative vorbereitet. "In kurzer Zeit wurden mehr als 50 Ehrenamtliche gefunden, die den potenziellen Spendern beim Ausfüllen der Unterlagen und anderen Dingen zur Seite stehen", sagt Annika Schirmacher von der DKMS.

Wie sinnvoll es ist, mitzumachen, zeigt das Beispiel der jungen Lübbenerin Lena Kirmse, die erfolgreich transplantiert wurde. Als die Studentin der Tiermedizin die Diagnose Leukämie erhielt, sei Aufgeben für sie nie infrage gekommen, blickt sie zurück. Die junge Frau erhielt eine hochdosierte Chemotherapie, doch ziemlich bald stand fest, dass sie eine Stammzellenspende braucht. So hieß es Warten. Lena hatte Glück. Es fand sich ein Spender, dessen Werte zu 90 Prozent passten. Nach aufwendiger Vortherapie erfolgte im Virchow-Klinikum in Berlin die Transplantation aus einem, wie Lena sagt, "unscheinbaren Beutel voller lebensrettender Zellen." Ob sie den Krebs besiegt hat, lasse sich erst nach fünf Jahren sagen. "Doch ich bezeichne mich als gesund, denn so fühle ich mich", so die Lübbenerin. Über ihren Spender weiß sie, dass er aus Würzburg kommt und zum Zeitpunkt der Spende 49 Jahre alt war. Sie sei ihm sehr dankbar und wünscht nun auch Eric schnelle Hilfe. Unentschlossenen sagt sie: "Die Registrierung und die Spende tun nicht weh. Mit so geringem Aufwand ein Leben zu retten, ist eigentlich keine Überlegung wert. Vielleicht sollte man sich zuallererst ins Gedächtnis rufen, dass es jeden treffen kann. Möchte man dann nicht auch gerettet werden?"