Die Trasse entlang der vielbefahrenen Bundesstraße 96 soll die Kernstadt mit dem Ortsteil verbinden. Jetzt liegt die Entwurfsplanung vor.

"Die Entwurfsplanung für den Radweg wurde kürzlich vorgestellt", sagte Katja Maraszek. Die Mitarbeiterin des Bauamts aus dem Amt Unterspreewald hatte auf der Stadtverordnetenversammlung das Projekt erläutert. Der Radweg, auf diesem Abschnitt etwa 2,4 Kilometer lang, soll in einer Breite von 2,50 Meter gebaut werden und in beide Richtungen befahrbar sein.

Offen sei noch der Anschluss des Radwegs am Beginn der Ortslage Zützen. Zur Diskussion stehe eine neue Mittelinsel oder, die vorhandene zu verändern. Der Landesbetrieb Straßenwesen favorisiere die Einbeziehung der vorhandenen Insel.

Diese Lösung wäre der Bauamtsmitarbeiterin zufolge die preiswertere Variante. Wie sie weiter informiert, werden die Kosten für den Radweg auf 975 000 Euro geschätzt. Weitere Kosten etwa für Brückenbauwerke würden hinzukommen. Katja Maraszek geht von mehr als einer Million Euro aus, die für den Radweg zwischen Golßen und Zützen investiert werden müssen. Das sei in etwa der Etat von zwei Jahren, der für Radwege im Süden des Landes Brandenburg zur Verfügung stehe.

Die konkrete Variante soll im September dieses Jahres vorgestellt werden. Dann würden auch die Träger öffentlicher Belange (TöB) beteiligt und die Pläne vier Wochen lang öffentlich ausliegen. Mit einem Baubeginn sei nach derzeitigem Stand frühestens Anfang 2016 zu rechnen.

Golßens Stadtverordneter Gerd Pietrzok (SPD) freut sich, dass sich etwas bewegt, fühlt sich aber dennoch verschaukelt. "Die Probleme auf der Trasse, etwa mit den Brückenbauwerken, seien doch seit Jahren bekannt. Da hätten längst Lösungen vorliegen können", sagte er. Der Stadtverordnete appelliert an seine Mitstreiter im Gremium, weiter Druck zu machen, "damit der Radweg so schnell wie möglich kommt".