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| 17:18 Uhr

Aufatmen
Entwarnung für Luckauer Wälder

Luckau/Dahme. Petrus hat Waldschädling ausgebremst. Hubschrauber mit Chemie bleiben am Boden.

Die Hubschrauber bleiben am Boden. Die Förster haben für Luckauer und Dahmer Wälder den Insektizideinsatz gegen die Forleule abgesagt. Noch Ende März deutete alles auf eine Bekämpfung des Kiefernschädlings mit Chemie hin. Bei der Winterbodensuche waren teils extrem hohe Puppenvorkommen gefunden worden. Die Gemarkung Schöna bei Dahme verzeichnete den Spitzenwert in Brandenburg. In der Luckauer Oberförsterei war besonders der Raum Waldrehna-Schwarzenburg bedroht.

Das warme Wetter seit Anfang April brachte die Wende. „Die Falter fliegen nur in kühlen Zeiten“, erklärt Stephan Thrun von der Oberförsterei Jüterbog, zu der Dahme gehört. In den vergangenen beiden Wochen haben die Forstleute Probefällungen durchgeführt und die Zweige der gefällten Kiefern akribisch nach den winzigen Eiern der Forleule abgesucht. Das Monitoring ergab, dass es keinen großflächigen Kahlfraß geben wird. Dennoch müssten Bestände weiter aufmerksam beobachtet werden. Auf einigen Flächen, so in der Gemarkung Niendorf bei Dahme, wurde ein Nadelverlust bis zu 70 Prozent errechnet. Derart geschwächte Bäume könnten zur leichten Beute für andere Waldschädlinge wie den Borkenkäfer werden, sagt Stephan Thrun. Bei der Holzernte rät er Waldbesitzern zu Geduld. Gefällt werden sollte erst, wenn genau abzuschätzen sei, ob und welche Bäume absterben. Das werde sich im nächsten Frühjahr beim Wiederaustrieb zeigen. Beratung gibt es bei den Revierförstern.