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Endspurt im Dahmer Freibad

Frank Lorenz und seine Kollegen vom Unternehmen TLW sind bei der Gestaltung des Beckenumfeldes gut vorangekommen.
Frank Lorenz und seine Kollegen vom Unternehmen TLW sind bei der Gestaltung des Beckenumfeldes gut vorangekommen. FOTO: be
Dahme. Die Sanierungsarbeiten am Dahmer Freibad gehen in den Endspurt. Wenn alles planmäßig läuft, können die Badelustigen pünktlich zur neuen Saison in die Fluten abtauchen. Carmen Berg

Vom maroden Betonbecken aus den 1960er Jahren mit seinem undichten Boden und den hohen Seitenwänden ist nichts mehr zu sehen. Es hat einem Neubau Platz gemacht, der kleiner und flacher ist. Laut Frank Herhold von der Dahmer Bauverwaltung wird sich die Wassermenge um mehr als die Hälfte reduzieren und den Badebetrieb wirtschaftlicher machen. Der Druck durch das Grundwasser hatte die alte Bodenplatte beschädigt. Auch dieses Problem soll sich nun lösen. Mit dem Neubau wurde das Becken angehoben, über dem Grundwasserspiegel wurde fast ein Meter gewonnen, so Frank Herhold. Zudem liegen Wasser- und Geländeoberfläche jetzt auf einem Niveau.

Statt der bisherigen 50-Meter-Bahnen gibt es künftig nur noch zwei durchgehende Bahnen von 42 Metern Länge sowie drei 25-Meter-Bahnen. In das Becken hinein ragt eine begehbare Landzunge. Sie trennt den 3,50 Meter tiefen Springerbereich im hinteren Beckenviertel von der übrigen, 1,80 Meter tiefen Badefläche. In der Landzunge ist der Schwallwasserbehälter "versteckt", ein Zwischenspeicher für das Wasser, das aus dem Schwimmerbecken zur Wiederaufbereitung in der Filteranlage fließt.

In den nächsten beiden Wochen bekommt das neue Becken noch eine feste, türkisfarbige Folie, kündigt Frank Herhold an. Dafür seien Temperaturen von zehn bis 15 Grad nötig, so der Fachmann. Aufgestellt sind bereits ein Drei-Meter-Sprungturm und ein Ein-Meter-Brett.

Im Umfeld haben Mitarbeiter des Unternehmens Tief- und Leitungsbau Walddrehna Gehwegplatten verlegt und Borde für die neuen Pflanzbeete gesetzt. Dieser Tage bauten die Männer um Polier Manfred Becker den letzten Duschzugang. Er wird barrierefrei. So können Wasserratten mit Handicap direkt mit dem Rollstuhl unter die Brause fahren. "Als Letztes wird Rollrasen aufgebracht, Ende April sind wir hier fertig", sagt Manfred Becker.

Nach dem Abschluss der wesentlichen Bauarbeiten seien noch Startblöcke, Duschen und Einstiegsleitern zu installieren, das Becken müsse befüllt und die neue Filter- und Dosiertechnik schrittweise getestet werden, nennt Frank Herhold weitere Schritte. "Aber im Juni können Dahmenser und Gäste in dem schönen, modernen Becken baden", ist der Bauamtsmitarbeiter zuversichtlich.

Zum Thema:
Für rund 811 000 Euro werden im Dahmer Bad das Schwimmerbecken sowie technische Anlagen und das Umfeld saniert. Rund 511 000 Euro davon fließen aus dem Fördertopf für die ländliche Entwicklung.Ein barrierefreies Nichtschwimmerbecken sowie ein rollstuhlgerechtes Sozialgebäude waren bereits 2009 mit Fördermitteln neu gebaut worden. Seither hatte sich Dahme auch um ein modernes Schwimmerbecken bemüht.