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| 01:04 Uhr

Endlich: Dahme bekommt Anschluss an Fläming-Skate

Dahme/Kreis.. Die Anbindung Dahmes an den Fläming-Skate ist besiegelt. Gestern Vormittag wurde mit einem symbolischen ersten Spatenstich der Baustart für den Abschnitt von Hohenseefeld über Ihlow und Niendorf nach Dahme vollzogen. Geplanter Termin der Fertigstellung ist der 30. Oktober. Von Carmen Berg

Obwohl bereits 154 Kilometer des kreislichen Rad- und Skaterweges gebaut sind, gebe es einen solchen symbolischen Auftakt das erste Mal, sagte Teltow-Flämings Baudezernent Detlef Gärtner. Dies sei Ausdruck für die besondere Bedeutung, die der Landkreis gerade dem hiesigen Abschnitt beimesse, um den eineinhalb Jahre hart gerungen worden sei. „Es galt, gegenüber den Bürgern ein Versprechen des Kreises einzulösen.“
Wie Detlef Gärtner erinnerte, gehörte die Strecke bis Dahme von vornherein zum geplanten Skate. Weil sich jedoch der Bau insgesamt verteuerte, hatten für die hiesige Region die Mittel nicht mehr gereicht. „Es begann ein langer Kampf ums Geld.“ Nach vielen Gesprächen sei mit dem Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr (MSWV) ein Weg gefunden worden, Bundesmittel flüssig zu machen. Besonders bedankte sich Detlef Gärtner bei Dr. Bernhard Giersberg, dem Leiter des Brandenburgischen Straßenbauamtes Waldstadt, für die Unterstützung. Die Nuss, die zu knacken war: Der Bund fördert eigentlich nur Radwege, die direkt entlang einer Bundesstraße gebaut werden. Der Rad- und Skaterweg nach Dahme verläuft jedoch bis zu 1,5 Kilometer von der B 102 entfernt und avanciert damit zu einem Pilotprojekt. Die betroffenen Gemeinden hatten sich vorab mit der abgeänderten Wegeführung einverstanden erklärt.
450 000 Euro stellt der Bund für den Bau der 9,1 Kilometer zur Verfügung. Der Landkreis übernahm die Kosten für Planung und Grunderwerb mit insgesamt 115 000 Euro und beteiligt sich mit 36 000 Euro an den Baukosten. Ausgeführt wird der Bau von der Firma Lanwehr aus Trebbin, die bereits an anderen Abschnitten des Skate „sehr gute Arbeit geleistet“ habe, wie Erik Scheidler, Geschäftsführer der Service-Agentur Teltow-Fläming lobend hervorhob.

Hohe Erwartungen
Dahmes Amtsdirektor Frank Pätzig bestätigte, dass die Erwartungshaltung in den Gemeinden sehr hoch gewesen sei. Um so mehr freue er sich, dass es nun endlich losgehe. Dabei bedankte er sich ausdrücklich bei den Grundstückseigentümern, mit denen man gut klar gekommen sei. Derzeit, so der Amtsdirektor, werde die innerstädtische Weiterführung des Skate geplant. In seinem Wohnort Wahlsdorf, der bereits an den Fläming-Skate angebunden ist, könne er die positiven Auswirkungen auf den Tourismus täglich mit eigenen Augen erleben. „Wir sind zuversichtlich, dass sich dieser sichtbare Aufschwung bis Dahme fortsetzen wird.“ Ein Stein vom Herzen fiel ebenso Ihlows Bürgermeister Werner Schröder, der angesichts mehrfacher Verzögerungen immer wieder vehement nachgedrückt hatte. Der entscheidende Moment zum Feiern werde für ihn jedoch erst gekommen sein, „wenn die Strecke eingeweiht wird“ .

Antrag abgelehnt
Noch keine erfreuliche Kunde hatte Baudezernent Gärtner zur Weiterführung des Skate von Dahme bis Wildau-Wentdorf mitgebracht, für die man auf Förderung durch das Landwirtschaftsministerium setzt. „Unser Antrag auf vorzeitigen Maßnahmebeginn für diesen Abschnitt ist durch das Amt für Flurneuordnung und ländliche Entwicklung nicht genehmigt worden“ , sagte er auf RUNDSCHAU-Nachfrage. So sei mit einer baulichen Umsetzung in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen. Doch, so sicherte Detlef Gärtner zu: „Wir werden um diesen Abschnitt genau so kämpfen, wie wir um die Anbindung Dahmes gekämpft haben.“