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| 18:21 Uhr

Tourismus
Eitel Sonnenschein in der Tourismusbranche?

   Ein Kahnfährmann steuert seinen Kahn mit Besuchern über ein Fließ im Spreewald. Rund 1000 Kilometer Fließe durchziehen den Spreewald im Südosten von Brandenburg und locken immer mehr Touristen an. Foto: Patrick Pleul
Ein Kahnfährmann steuert seinen Kahn mit Besuchern über ein Fließ im Spreewald. Rund 1000 Kilometer Fließe durchziehen den Spreewald im Südosten von Brandenburg und locken immer mehr Touristen an. Foto: Patrick Pleul FOTO: dpa / Patrick Pleul
Luckau/Lübben/Lübbenau. Knappe Personalsituation lässt Erwartungen in der Spreewaldregion trotz guter Auslastung schmelzen.

Es ist Ferienzeit, überall in Deutschland. Da zieht es viele Urlauber in den Spreewald, die Hotels und andere Herbergen sind gut gebucht, die Restaurants haben gut zu tun – und das nicht erst in diesen Tagen, sondern bereits das ganze Jahr.

Nach dem erfolgreichen Sommer im vergangenen Jahr zieht die Südbrandenburger Tourismuswirtschaft auch für den Winter sowie das Frühjahr 2019 eine positive Bilanz.  So sprach die überwältigende Mehrheit von 78 Prozent der Unternehmen im Beherbergungsgewerbe und 70 Prozent in der Gastronomie von einer guten Geschäftslage. Dennoch haben die Unternehmer ihre Erwartungen nach unten korrigiert. Das ergibt die aktuelle „Tourismusumfrage Frühjahr 2019“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus.

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass sich die Region zunehmend im gesamten Jahresverlauf als attraktives Reiseziel etabliert hat. Mehr als die Hälfte der Beherbergungseinrichtungen konnte Umsatzzuwächse verbuchen, und bei 66 Prozent ist die Zimmerauslastung gestiegen. Von den Hotel- und Beherbergungsanbietern wurden in den vergangenen Jahren viele  Investitionen in die Zimmerausstattungen durchgeführt und weitere Anstrengungen zur Qualitätssteigerung sind   geplant.

Das hat sich offenbar gelohnt, wie die Zahlen zeigen. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Ankünfte der Gäste in Südbrandenburg um 3,4 Prozent und die Übernachtungen um 3,9 Prozent. Diese Steigerung bringt für mehr als die Hälfte der Beherbergungseinrichtungen Umsatzzuwächse. Auch 48 Prozent der Restaurant- und Gaststättenbetreiber konnten höhere Umsätze als im Vorjahr verzeichnen. Für die   Gastwirte verliefen die vergangenen Monate hervorragend. 70 Prozent bewerten ihre aktuelle Geschäftslage mit gut. Das ist eine erneute Steigerung von 13 Prozent gegenüber dem Frühjahr 2018. Dieser Aufwärtstrend ist seit dem Frühjahr 2017 zu verzeichnen.

Die Gastronomen profitierten in der Wintersaison mehrheitlich von der guten Konsumlaune der privaten Verbraucher.

Für die laufende Sommersaison wurden die Prognosen zwar leicht nach unten korrigiert, dennoch rechnet keines der befragten Beherbergungsunternehmen und nur zehn Prozent der Gastronomen mit einer Verschlechterung, ergab die Umfrage.

Die größten Sorgen bereitet der Branche der Personalmangel. Für 62 Prozent der befragten Unternehmen ist er das größte Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung. Dabei geht es nicht nur um fehlende Fachkräfte, sondern auch um die Bezahlbarkeit. Die steigenden Kosten belasten zunehmend die Ertragslage.