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| 02:47 Uhr

Eine Sommernacht voller Musikgenuss

In Siggis Bistro brachten Lutz de Shawue und seine Frau Heike aus Luckau die Kneipennacht-Gänger in Dahme mit Folkrockklängen in Stimmung. Darunter auch eine Gruppe junger Männer, die mit ihrem Freund den Junggesellenabschied feierten.
In Siggis Bistro brachten Lutz de Shawue und seine Frau Heike aus Luckau die Kneipennacht-Gänger in Dahme mit Folkrockklängen in Stimmung. Darunter auch eine Gruppe junger Männer, die mit ihrem Freund den Junggesellenabschied feierten. FOTO: B. Keilbach/bkh1
Dahme. "Kling, klang, du und ich", so leicht und beschwingt wie der Keimzeit-Song ging es Samstagnacht bis zum frühen Morgen in den Straßen der Flämingstadt zu. Allein, zu zweit oder in Gruppen bevölkerten die unternehmungslustigen Dahmenser und auswärtigen Partygänger die Innenstadt bei der Kneipennacht. Birgit Keilbach / bkh1

Eine laue Sommernacht war die perfekte Zutat zum Live-Musikerlebnis in den Sommergärten der beteiligten Gaststätten. So waren die Bänke an der Sportklause schon zu Beginn gut gefüllt und die Gäste kamen mit der "Kleinen Kneipennachtmusik" gut in Stimmung. Der sonst von der Gaststätte bespielte Museumshof blieb diesmal geschlossen. Dafür war das Café Rose in diesem Jahr wieder dabei. "Special guests" waren angekündigt, was natürlich neugierig machte.

Junge Band trifft Nerv der Gäste

Mit "A hard days night" und anderen Beatles-Songs traf die junge Band "Down Ahead" mit Musikern aus Schöna-Kolpien, Falkenberg und Herzberg den Nerv des Publikums. "Wir sind zum ersten Mal dabei und die Stimmung ist gut, alles voll im Garten. So kann es bleiben", freute sich Gitarrist Keve Körner. "Die spielen gut", befand Volker Pratsch. Der Dahmenser lässt sich das Musikereignis seit der ersten Kneipennacht im Jahr 2006 nicht entgehen. "Wir fangen immer im Kino-Café an und enden bei Katzschkes bis früh um drei Uhr", erzählte Freundin Sybille Siebert. Schön seien die Begrüßungszenen während der Kneipennacht, so viele Bekannte auf einmal seien sonst nicht anzutreffen.

Extra aus Berlin gekommen

Zum dritten Mal waren Simone Piontek und Frank Wagener extra aus Berlin angereist. "Man braucht nur einmal Eintritt zu bezahlen und kann den ganzen Abend lang schwofen", sagte Simone Piontek. Zudem seien sie hier viel näher an den Künstlern dran.

Dass Hardrock gleichfalls seine Anhänger hat, wurde im Innenhof des Kino-Cafés offensichtlich. Hier wurde zu den starken Rhythmen von "Klempo & friends" getanzt. In der Schlossruine kamen die Hardrock-Fans mit der Band "Cheese Chamber" ebenso auf ihre Kosten. Robby Redmann und Robin Netzel aus Wildau-Wentdorf hatten im vergangenen Jahr im Gartenlokal am Schwimmbad schon getestet, wie ihre Musik ankommt. Gemeinsam mit Nicki Freudenreich und Techniker Jörg Wallek rockten sie diesmal in den historischen Mauern.

"Wir haben die Schlossruine dieses Jahr in Eigenregie mit hineingenommen", sagte Jutta Walbert, Inhaberin von Siggis Bistro. Seit sich Horst Kreißler, der die Musiknacht vor zehn Jahren angeschoben hatte, aus der Organisation zurückzog, nahmen die Dahmer Gastwirte das Ereignis in eigene Regie. Frank Donath vom Gartenlokal am Schwimmbad halte dabei die organisatorischen Fäden in der Hand, erläuterte Jutta Walbert. "Man muss den Stammkunden auch mal etwas Besonderes bieten, wie eben die Kneipennacht", deshalb sei sie auch weiterhin dabei.

Auf der Terrasse unterhielt "Lutz de Shawue" mit Gitarre und Mundharmonika, ergänzt von den Geigenklängen seiner Frau Heike die Kneipennachtgänger mit Folkrock und deutschen Texten. Lauthals sangen hier auch fünf Freunde mit, die mit Florian Mittag einen zünftigen Junggesellenabschied feierten. Auffallend waren die langen Ketten, mit denen sie sich alle verbunden hatten. "So hat er immer noch seine Freunde an der Kette", erläuterte André Zogbaum und Trauzeuge Jan Damerow ergänzte zur Symbolik: "In der Not sind die Freunde immer da."

In Katzschkes Gartenlokal bot die "TB Session Band" ihren Zuhörern Blues- und Rock-Classics. Alle Hände voll zu tun hatten Matthias Katzschke und sein Team, um Bier und Cocktails auszuschenken. Mojito und Havanna Club waren diesmal am stärksten gefragt. Auf dem Weg zum Gartenlokal drangen die bekannten Keimzeit-Klänge ans Ohr und auch hier war die Tanzfläche gut ausgelastet. "Dobby und Freunde" heizten aber auch mit "Born to be wild" und anderen Klassikern ein.

Perspektivwechsel

Marie Berndt aus Gebersdorf erlebte die Kneipennacht zum ersten Mal und war begeistert: "Wir waren schon in vier Kneipen und überall ist richtig schöne Musik", schwärmte sie. Mutter Sabine, ihre Freundin Silvia Schmidt und deren Partner Lutz Pittack aus Jüterbog waren ebenso angetan. Im Unterschied zur Nachbarstadt, seien die Wege in Dahme kurz. "Die Lokalitäten sind dichter beisammen und die Atmosphäre ist deshalb familiärer", schätzte Lutz Pittack ein, der selbst Jahrzehnte als Schlagzeuger bei solchen Ereignissen mitwirkte und nun das Musikspektakel auch einmal als Zuhörer genoss.