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| 12:05 Uhr

Gesundheit
Eine Reise mitten ins Herz

Mitten im Herz! Die Auszubildende Annekathrin Schulz (r.) half Besuchern, sich im begehbaren Herz zurechtzufinden. Das überdimensionale Modell war ein Novum beim Info-Tag in der Spreewaldklinik.
Mitten im Herz! Die Auszubildende Annekathrin Schulz (r.) half Besuchern, sich im begehbaren Herz zurechtzufinden. Das überdimensionale Modell war ein Novum beim Info-Tag in der Spreewaldklinik. FOTO: Andreas Staindl
Lübben. Begehbares Modell war Publikumsmagnet beim Info-Tag an der Spreewaldklinik. Von Andreas Staindl

Der Info-Tag rund um das Herz am Samstag in der Spreewaldklinik war ein Erfolg. So groß wie diesmal war die Zahl der Besucher wohl selten während früherer Info-Tage in Sachen „Herzensangelegenheiten“. Ein Grund dürfte das begehbare Herzmodell gewesen sein. Frank Schwertfeger, Chefarzt der Inneren Medizin in der Spreewaldklinik, hatte schon im Vorfeld auf das „absolute Novum“ hingewiesen. Nie zuvor konnte ein überdimensionales Herzmodell in der Klinik präsentiert werden.

Brigitte Härtel war begeistert. „Das Modell ist super“, sagte die Lübbenerin. „Ich bin dankbar, einen Einblick erhalten zu haben, wie ein Herz aufgebaut ist und wie es funktioniert. Toll ist auch, dass Ärzte zur Verfügung standen, die alles erklärt und auch konkrete Fragen beantwortet haben.“

Sie hat das erste Mal einen Info-Tag rund um das Herz in der Spreewaldklinik besucht. „Es war eine gute Entscheidung. Zumal auch kompetente Ansprechpartner aus anderen Bereichen vor Ort waren, man etwa Blutzucker messen oder ein EKG schreiben lassen konnte“, sagte die Lübbenerin.“

Neben der Sertürner-Apotheke waren Pharma-Unternehmen, der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), die Deutsche Herzstiftung und andere Aktionspartner präsent. Alle Stände waren gut besucht. Das größte Interesse jedoch galt dem begehbaren Herzmodell. „Die Resonanz ist sehr gut“, sagte  Oberärztin Sylvia Schmehl. „Ich habe zahlreiche Patienten unseres Hauses, aber auch andere Leute begrüßt. Sie hatten viele Fragen, auch ganz konkrete.“ Die Fachärztin selbst bot Führungen durch das Modell an, informierte über Funktion und Aufbau des Herzens.

Genau deshalb war Klaus Liebermann zum Info-Tag gekommen. „Die Veranstaltung ist eine interessante Geschichte“, sagte der Lübbener. „Wann gibt es schon mal die Gelegenheit, sich ein Herz anhand eines so großen Modells erklären zu lassen, das man dann auch noch begehen kann?“

Während der Senior, wie er sagt, schon Kontakt in Sachen Herzensangelegenheiten mit der Spreewaldklinik hatte,  waren die Informationen rund um das Herz für andere Besucher Neuland. „Die Veranstaltung hat mir die Scheu vor dem Thema genommen“, sagte der Lübbener Thomas Fischer. „Sie hat angeregt, sich näher und intensiver mit dem Herz sowie der eigenen Gesundheit zu beschäftigen.“

Auf diesen Effekt hofft Katharina Frost. „Die Veranstaltung soll auch aufklären und über Zusammenhänge informieren, damit eine ernsthafte Erkrankung möglichst gar nicht erst auftritt“, erklärte die Assistenzärztin. Sie hatte deshalb am Samstag nicht nur Herzpatienten im Blick, sondern auch Menschen, die bisher noch keine Probleme mit ihrem Herzen haben. Neben dem begehbaren waren noch zwei andere, überdimensionale Herzmodelle im Foyer der Klinik zu sehen. „Die Modelle sind sehr anschaulich“, so Katharina Frost.

Annekathrin Schulz sah das genauso. „Schon Kinder können den Aufbau eines Herzens gut nachvollziehen, weil das Modell so übersichtlich ist.“ Die Auszubildende im dritten Lehrjahr zur Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Heinz-Sielmann-Gesundheits- und Krankenpflegeschule in Lübben gab Besuchern Einblick in den Aufbau des Herzens. „Das Interesse war sehr groß. Viele Leute haben gezielt gefragt. Das Thema beschäftigt sie offensichtlich. Sie waren dankbar, dass sie kompetente Ansprechpartner hatten, die ihre Fragen beantworten konnten“, sagte Annekathrin Schulz.

Susanne Urban war eine dieser Expertinnen. Die Präventionsmanagerin Diabetes in der Spreewaldklinik hat Besucher aufgeklärt, etwa auf unausgewogene Ernährung als Ursache für Bluthochdruck hingewiesen. Sie warb zudem für gesunde Ernährung, für Vorsorgemaßnahmen und eine gesunde Lebensweise. Viele Schlaganfälle etwa würden sich so vermeiden lassen.

Wer einen ersten Überblick erhalten wollte, wie fit er ist, konnte seinen Body-Mass-Index ermitteln lassen. Der BMI gibt an, ob Jemand über-oder untergewichtig ist oder Normalgewicht hat. 

Große Resonanz fanden außerdem Fachvorträge von Experten über moderne Therapieverfahren, über Akut-Therapie des Vorhofflimmerns mit Strom und über Durchblutungsstörungen am Herzen als mögliche Ursache von Rhythmusstörungen.