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Ein Ständchen für Paul Gerhardt

Den Kammerchor Canzoneo gibt es seit gut drei Jahren. Die ehemalige Lübbener Kantorin Cornelia Ewald leitet ihn. Die etwa 25 jungen Sänger haben europäische Chormusik in der jeweiligen Landessprache, Madrigale von Hans Leo Haßler, Daniel Frederici, barocke Musik von Bach, Händel, Pergolesi, klassische Musik von Haydn, Mozart, Schubert, aber auch Filmmusiken im Repertoire.
Den Kammerchor Canzoneo gibt es seit gut drei Jahren. Die ehemalige Lübbener Kantorin Cornelia Ewald leitet ihn. Die etwa 25 jungen Sänger haben europäische Chormusik in der jeweiligen Landessprache, Madrigale von Hans Leo Haßler, Daniel Frederici, barocke Musik von Bach, Händel, Pergolesi, klassische Musik von Haydn, Mozart, Schubert, aber auch Filmmusiken im Repertoire. FOTO: Canzoneo
Lübben. Am 12. März 1607 wurde Paul Gerhardt, nach Martin Luther der bedeutendste deutsche Kirchenlieddichter, in Gräfenhainichen geboren. SvD

Zum 410. Geburtstag findet am Sonnabend um 17 Uhr in der Paul-Gerhardt-Kirche ein Konzert mit dem Kammerchor Canzoneo aus Berlin-Lichtenberg unter der Leitung von Cornelia Ewald statt, die von 1990 bis 2001 in Lübben als Kirchenmusikerin tätig war. Der Kammerchor Canzoneo gastierte bereits im Jahr 2015 in Lübben sowie 2016 in Straupitz und begeisterte die Zuhörer mit seinem Programm "Von Bach bis Bond" und Musik aus verschiedenen Stilrichtungen und Jahrhunderten. Das teilt der Kirchenkreis Niederlausitz mit

Das Konzert am Sonnabend wird mit Liedern Paul Gerhardts eingerahmt und bewegt sich thematisch zum Thema Frieden, da Paul Gerhardts Lebenszeit von den verheerenden Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges überschattet war. So verarbeitet er viele der daraus resultierenden Erlebnisse in seinen Liedern.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Programmes steht deshalb die Motette: "Wie liegt die Stadt so wüst" von Rudolf Mauersberger. Als Kreuzkantor erlebte Mauersberger im Februar 1945 die Bombardierung der Stadt Dresden mit und komponierte am Karsamstag für den Kreuzchor diese Motette auf überaus passende und berührende Worte aus den Klageliedern Jeremias im Angesicht der zerstörten Stadt. Seitdem singt der Kreuzchor in jedem Jahr zum Gedenken an die Zerstörung am 9. Februar diese Motette. Musik aus dem Film "Die Kinder des Monsieur Mathieu", neuere Musik des norwegischen Komponisten Ola Gjeilo und weitere Titel aus verschiedenen Filmen und Musicals führen aus dem Nachdenken in andere Stimmungen und Gefilde, einige zeitgemäße Werke und Abendlieder lassen das Konzert heiter und versöhnlich ausklingen.