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| 02:49 Uhr

Ein Spiegel für die Lindenallee

Anwohner der Lindenallee und Ortsvorsteher Thomas Weichert (2.v.r.) an der gefährlichen Einmündung auf die Bundesstraße 96.
Anwohner der Lindenallee und Ortsvorsteher Thomas Weichert (2.v.r.) an der gefährlichen Einmündung auf die Bundesstraße 96. FOTO: be
Gießmannsdorf. An der Kreuzung Bundesstraße 96 / Lindenallee im Luckauer Ortsteil Gießmannsdorf wird Anfang nächster Woche ein Spiegel installiert. Damit reagiert der Landkreis auf Sicherheitsbedenken von Anwohnern der Lindenallee, nachdem die Einbahnstraße während der Bauzeit an der Kreisstraße zwischen Gießmannsdorf und Zieckau in beiden Richtungen befahren werden muss. Carmen Berg

Melanie Klausch benutzt mit ihrem acht Monate alten Kind das Auto nur noch, "wenn es gar nicht anders geht". Wegen der veränderten Verkehrsführung müssen sie und ihre Nachbarn in einem gefährlichen Bereich auf die Bundesstraße 96 auffahren. Besonders das Linksabbiegen in Richtung Golßen sei problematisch. "Wir liegen an einer Kurve, zusätzlich verdecken ein Zaun und ein Baum an der Ecke die Sicht". So stehe ihr Pkw schon halb auf der Bundesstraße, ehe sie den Verkehr dort wahrnehmen könne. "Dann hat einer der großen Holzlaster mich womöglich bereits gerammt", befürchtet sie. Auch Anwohner Peter Guttke ist die Situation nicht geheuer. "Ich bin schon in Richtung Luckau gefahren und habe an der Bushaltestelle gewendet, wenn ich eigentlich in Richtung Golßen wollte", erzählt er. Nicht nur unmittelbare Anwohner seien betroffen, denn auch der Friedhof beispielsweise befindet sich an dieser Straße, ergänzt Ortsvorsteher Thomas Weichert. "Wir brauchen mehr Sicherheit", bringt Peter Guttke die Sorgen auf den Punkt.

Raser trotz Tempo 30

Eine erste Forderung, das Tempo auf der B 96 auf 30 Stundenkilometer zu senken, hat der Landkreis bereits erfüllt. "Nur hält sich kaum jemand dran", erzählt Ortsvorsteher Weichert. Auch am Morgen beim Treff mit der RUNDSCHAU ist das zu erleben. Deshalb hat sich der Ortsvorsteher wegen weiterer Hilfe am Donnerstag zunächst an Luckaus Bauamtsleiter Michael Krüger gewandt, der sich mit der Kreisverwaltung Dahme-Spreewald als zuständiger Behörde für den Ausbau der Kreisstraße ins Benehmen setzte. Schon wenig später kommt von dort eine gute Nachricht. "An der Kreuzung wird Anfang nächster Woche ein Spiegel aufgestellt", so Projektleiter Siegfried Klatte. "Wir haben Kopfstände gemacht, um dem Wunsch gerecht zu werden", sagt er. Will heißen: Die Aufstellung eines Spiegels an einer Bundesstraße erfordert ein längeres Verwaltungsprozedere, das in diesem Fall im engen Zusammenwirken aller Partner erheblich verkürzt werden konnte. Jedoch müsse der Spiegel bestellt werden, deshalb dauere es bis zur Montage einige Tage, erklärt er. In der Pflicht dazu sei der Landkreis nicht, er wolle den Bürgern aber entgegenkommen, sagt Siegfried Klatte. "Bauen bringt Einschränkungen und ist immer mit Emotionen verbunden. Aber es geht doch um etwas Gutes. Nach dem Ausbau der maroden Kreisstraße zwischen Gießmannsdorf und Zieckau werden sich die Verkehrsbedingungen für die umliegenden Orte wesentlich verbessern", so der Projektleiter.

Kurze Bauzeit von zwei Monaten

Umfangreich saniert werden soll die rund 3,3 Kilometer lange Strecke laut Landkreis in einer Bauzeit von zwei Monaten.