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Ein Hauch Olympia in Dahme

Ein Hauch Olympia hat Samstagnacht durch die „SportWelt“ in Dahme geweht. Mit dem jungen Radsportler Stefan Schäfer vom RK Endspurt 09 Cottbus war ein heißer Kandidat für die olympischen Spiele 2008 in Peking zu Gast in der Flämingstadt. Schäfer war gemeinsam mit seiner Vereinskollegin Susi Tosch und dem Radsport-Urgestein Eberhard Pöschke der Einladung zum Ball des Sports des TSV Empor Dahme gefolgt. Zum dritten Mal fand der Sportlerball jetzt in der „SportWelt“ statt. Von Andreas Staindl

Die Ballsporthalle wurde zum Festsaal auf Zeit umgestaltet. Etwa 300 Sportler, Sponsoren und andere Gäste waren gekommen. Höhepunkt war bereits der Start des Balls. Der Spielmannszug mit Kindern und Jugendlichen trat gemeinsam mit Dahmer Spielleuten vergangener Tage auf.
"Ich bin froh, dass sich beide Gruppen präsentieren, denn die Spielleute haben Dahme über Jahrzehnte geprägt", sagte Werner Hoffmann. Er und Uwe Pohler sind die Cheforganisatoren des Balls. Das Fest soll auf den Sport in Dahme aufmerksam machen und zudem Würdigung für engagierte Sportler, Übungsleiter und Betreuer sein. "Der Ball soll die Abteilungen näherbringen und den Zusammenhalt fördern", sagte Uwe Pohler, Triathlet und Marathonläufer.
Mehr als 500 Mitglieder zählt der TSV Empor Dahme. Damit gehört er zu den größten Sportvereinen im Landkreis Teltow-Fläming.
Einer war Samstagabend gekommen, den niemand auf der Rechnung hatte: Thoralf Berg vom TSV Cottbus. Der Quadrathlon-Weltmeister war im Vorjahr Ehrengast und sei derart begeistert gewesen, dass er unbedingt wieder dabei sein wollte, diesmal als einfacher Gast, wie er sagte.
Im Mittelpunkt standen Stefan Schäfer und Susi Tosch. Schäfer ist mehrfacher Medaillengewinner bei Weltmeisterschaften verschiedener Nachwuchsklassen, Tosch ist eine der besten Nachwuchs-Radsportlerinnen Deutschlands und auch weltweit eine der stärksten Rennfahrerinnen. Die Cottbuserin sagte, dass auch sie Olympia im Blick habe. "Die Chancen für beide stehen gut, Susi und Stefan sind heiße Kandidaten", erklärte Eberhard Pöschke. Der 72-Jährige hatte schon zahlreiche Weltmeister und Olympiasieger unter seinen Fittichen. Auch auf dem Rad war er einst erfolgreich.
Pöschke erzählte, dass er sich an das Jahr 1956 erinnere, als die Lausitz-Rundfahrt in Dahme Station machte. Er gewann diese Tour, hat aber einen tragischen Moment bis heute nicht vergessen: den Sturz des Radsportlers Klostermann, der tödlich endete. Pöschke besuchte am Samstag die Gedenktafel an der Luckauer Straße.
Stefan Schäfer und Susi Tosch waren am Abend gefragt, als Dahmer Sportler ausgezeichnet wurden. Elke Grunwald gehörte dazu. Seit 40 Jahren ist sie Mitglied des Dahmer Sportvereins und leitet das Frauenturnen. "Wir sind sehr aktiv, treffen uns regelmäßig und lassen uns natürlich auch den Sportlerball nicht entgehen", erzählte sie. "Die Atmosphäre in der ,SportWelt' ist sehr angenehm", sagte Elke Grunwald. Mit ihr wurde auch Wolfgang Köppche geehrt. Er hatte vor Jahrzehnten die Abteilung Judo gegründet und war mit seinen Sportlern national sehr erfolgreich.
Spitze ist zudem die Gruppe „Rope Skipping“ aus Straupitz. Die jungen Seilakrobaten um Übungsleiter Gerd Mörl haben Samstagnacht ein sportliches Feuerwerk abgebrannt.