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| 01:29 Uhr

Düstere und lockerleichte Kunst in Luckau

Guido Schenkenberg vor einer seiner Skulpturen. Foto: Preiß
Guido Schenkenberg vor einer seiner Skulpturen. Foto: Preiß FOTO: Preiß
Luckau. Noch bis Ende Oktober sind im Niederlausitz-Museum in Luckau Werke des Jüterboger Künstlers Guido Schenkendorf zu sehen. Der Titel der Ausstellung heißt „Natur und Licht“. jpr

Schenkendorf selbst findet: “Titel sind austauschbar.„ Trotzdem habe er seine Werke nach diesem Thema ausgesucht.

Die Werke schwanken zwischen lockerleichten Wolkenbildern und düsteren Pastellmalereien. Schenkendorf hat verschiedene Skizzen von Weiden ausgestellt, die wie optische Täuschungen wirken. Auf den ersten Blick sind es nur einfache Bäume. Erst bei längerem Betrachten erscheinen in der Rinde Figuren. “Ich kann wahrscheinlich keinen Baum mehr zeichnen, ohne Figuren hineinzuarbeiten„, sagt Schenkendorf. “Immer wenn ich Bäume betrachte, entdecke ich irgendwelche Figuren. Die verfolgen mich richtig. Dabei habe ich gar nichts genommen.„

Durch die ersten beiden Räume der Ausstellung kann der Besucher unbeschwert schlendern. Zu sehen sind Acrylmalereien von Himmel, Häfen und Städten. Düster wird es im letzten Drittel. Dort hat Schenkendorf auf düsteren Malereien Themen wie Krieg, Neid oder Sensationsgier thematisiert.

“Ich will mit meiner Kunst Verwirrung stiften„, sagt der 40-jährige Künstler, während er die Bilder betrachtet. Verzerrte Gesichter, Skelette auf der einen, verwirrende Perspektiven auf der anderen Seite. “Ein Erfolg ist für mich, wenn sich die Leute mit meinen Bildern auseinandersetzen. Wenn sie lange davor stehen bleiben.„

Die Ausstellung von Guido Schenkenberg “Natur und Licht„ ist noch bis zum 31. Oktober im Niederlausitz-Museum zu sehen. Geöffnet ist Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr und am Wochenende Samstag und Sonntag von 13 bis 17 Uhr.