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Dubener gegen Solar an der Bahntrasse

Die Dubener Platte ist eine Windkraft-Hochburg. Nun wehren sich die Dubener gegen geplante Fotovoltaik-Anlagen.
Die Dubener Platte ist eine Windkraft-Hochburg. Nun wehren sich die Dubener gegen geplante Fotovoltaik-Anlagen. FOTO: Christian Köhler
Luckau. Der Luckauer Hauptausschuss hat bei seiner jüngsten Sitzung einen Investorenwechsel für die Errichtung einer Fotovoltaikanlage entlang der Bahntrasse in Alteno abgelehnt. Er ist damit dem Votum des Ortsbeirates von Duben gefolgt. Barbara Erbe

Knackpunkt für die Dubener ist dabei nicht die neue Firma, sie stehen dem gesamten Vorhaben kritisch gegenüber. "Wir sind Windkrafthochburg, haben bereits Fotovoltaik, zwei Biogasanlagen und die Autobahn. Und es soll immer noch Neues nachgelegt werden. Das akzeptieren wir nicht", machte Ortsvorsteher Hartwig Zingelmann seinem Unmut Luft.

Um die Solaranlagen an der Bahntrasse wird bereits seit 2011 gerungen. Ursprünglich hatte das Unternehmen juwi Solar die Anlagen bauen wollen. In einer ersten Anhörung hatte der Dubener Ortsbeirat sich gegen die Einleitung eines Satzungsverfahrens zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan ausgesprochen. Erst nach einer Informationsveranstaltung mit dem Investor im Jahr 2013 lenkte das Gremium schließlich ein. In der Folge sprachen sich auch die Luckauer Stadtverordneten mit einem knappen Ja für die Errichtung der Fotovoltaikanlage aus.

Nochmal neu auf die Tagesordnung kam das "heiße Eisen", als juwi Solar der Stadt im Januar 2015 mitteilte, das Vorhaben an die Wircon GmbH zu übertragen, die bereits seit 2012 einen Solarpark auf der ehemaligen Mehrzweckanlage (MZA) in Alteno betreibt. In der Zwischenzeit hatten Kommunalwahlen stattgefunden. "Der neue Ortsbeirat denkt über die Sache anders als der alte", machte Hartwig Zingelmann den Hauptausschussmitgliedern klar. Lutz Borner von der Bauverwaltung erklärte zur Sachlage, dass bei einer Ablehnung des Trägerwechsels auch der Aufstellungsbeschluss für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufgehoben werden müsste. Harry Müller (UWG/FDP) fragte, ob es überhaupt möglich sei, "den Sack nochmal aufzumachen", ohne dass der Stadt Schadenersatzansprüche für bereits getätigte Ausgaben drohen könnten. Bis zur Stadtverordnetenversammlung Ende des Monats, die das letzte Wort hat, will die Verwaltung eine mögliche Haftungsrelevanz prüfen.