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| 21:26 Uhr

Straßenverkehrsamt sichert Lösung zu
Duben erhält Ampel für B 87

 Aufgrund der Kurven ist ist die Dubener Ortsdurchfahrt nur schwer einzusehen. Aus diesem Grund fordern Anwohner seit Jahren einen sicheren Überweg.
Aufgrund der Kurven ist ist die Dubener Ortsdurchfahrt nur schwer einzusehen. Aus diesem Grund fordern Anwohner seit Jahren einen sicheren Überweg. FOTO: LR / Anja Brautschek
Duben. Nach jahrelangem Streit hat das Straßenverkehrsamt eine Lösung für die viel befahrene Ortsdurchfahrt zugesichert. Der Standort für die Anlage wird nun ermittelt. Von Anja Brautschek

Gute Nachrichten für die Dubener: Das Straßenverkehrsamt des Landkreises Dahme-Spreewald hat eine Lösung für die Ortsdurchfahrt zugesichert. Künftig soll eine Ampel das Überqueren der Straße für Fußgänger und Radfahrer sicherer machen. Das bestätigte Kreissprecher Bernhard Schulz am Montag auf RUNDSCHAU-Nachfrage.

Es handelt sich dabei um eine sogenannte Bedarfsampel. Diese schaltet sich nur ein, wenn Fußgänger sie benutzen wollen. Der Einfluss auf den Straßenverkehr sei damit vergleichsweise gering. Von dem geforderten Zebrastreifen hat das Straßenverkehrsamt Abstand genommen. „Aufgrund des geringen Fußgängerverkehrs und wegen Sicherheitsbedenken halten wir eine Bedarfsampel für sinnvoller“, erklärt Bernhard Schulz.

Derzeit prüft die Behörde den richtigen Standort für eine Lichtzeichenanlage. Vor allem die Kurvenlage der B 87 im Ort sorgt für Probleme. Dadurch ist der Verkehr nur schlecht einsehbar. Eine Erkennbarkeit der Fußgänger sei laut Straßenverkehrsamt bei einem Zebrastreifen aus diesem Grund nicht immer geben. Für Dubens Ortsvorsteher Hartwig Zingelmann ist die zugesicherte Lösung daher ein positives Signal. „Ich freue mich darüber. So eine schnelle Lösung habe ich nicht erwartet“, sagt er. Damit sei ein Problem gelöst, „was bleibt, ist die Problematik Lärm“.

Seit mehr als 15 Jahren fordern die Einwohner einen sicheren Überweg im Ort. Vor allem für Kinder und Senioren oder Anwohner mit Kinderwagen bereitet die Überquerung der Straße Schwierigkeiten. Erzieher der erst kürzlich eröffneten Kita „Kleiner Maulwurf“ würden daher Ausflüge auf die andere Straßenseite meiden. „Die Straße teilt im Prinzip das Dorf“, hatte der Ortsversteher im November gegenüber der RUNDSCHAU beklagt.

Im Sekundentakt rollen Autos und Lkw durch das Dorf. Rund 8400 Fahrzeuge sind es nach der letzten Verkehrszählung im November 2018 täglich. Laut Grünen-Landtagsabgeordnete Heide Schinowsky weise die Strecke zwischen Duben und Luckau aufgrund der Autobahnanbindung die höchste Verkehrsbelastung der Bundesstraße 87 auf. Tendenz: steigend. Ein Ausbau der Strecke ist daher bereits in Planung. „Mit dem jetzigen Ergebnis ist sowohl den Bedürfnissen der Autofahrer als auch der Einwohner gedient“, sagt Heide Schinowsky. Für Dubens Ortsvorsteher ist es sogar eine bessere Alternative als der geforderte Zebrastreifen. „Die Entscheidung wird viele friedlich stimmen. Es zeigt, dass unser Einsatz Wirkung zeigt. Ich bedauere nur, dass es so lange gedauert hat“, sagt Hartwig Zingelmann.

Bislang hat das Straßenverkehrsamt den Forderungen der Dubener stets eine Absage erteilt. Die Begründung: Sowohl der Durchgangsverkehr als auch das Fußgängeraufkommen sind für einen Zebrastreifen relevant. In Duben werde das geforderte Mindestaufkommen von 50 Fußgängerquerungen in der Stunde nicht erreicht. Medienberichte Ende des vergangenen Jahres haben der Problematik jedoch neuen Aufschwung verliehen. Auch Kreis- und Landtagsabgeordnete haben die Dubener dabei unterstützt. Der Verkehrsausschuss des Landtages Brandenburg hat sich daraufhin mit der Situation in Duben beschäftigt. Das Straßenverkehrsamt hat daher mithilfe einer weiteren Vor-Ort-Begehung und Gesprächen aller Beteiligten die Sachlage neu bewertet.

„Das ist eine gute und richtige Entscheidung“, sagt Kreistagsmitglied Lothar Treder-Schmidt (SPD/Grüne). „Auch die aufwendig sanierte Dorf- und Autobahnkirche bekommt dann wieder eine sichere Zugänglichkeit für die Menschen aus dem Dorf wie auch für alle, die auf der Reise dort einen Moment der Besinnung suchen.“

Wann die Ampelanlage stehen wird, ist noch unklar. Der Landkreis und der Landesbetrieb Straßenwesen wollen die Maßnahme zeitnah umsetzen. Für den regulären Ablauf müssen jedoch unter anderem Ausschreibungsfristen beachtet werden, sagt der Kreissprecher.