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Drei Jahrzehnte Erfolgsgeschichte in Hartmannsdorf

Der Geschäftsführer Uwe Raschke (re.) informiert sich beim Karosseriebauer Sergej Webert über den Stand der Reparaturarbeiten. Seine Firma in Hartmannsdorf repariert und lackiert vor allem Unfallfahrzeuge.
Der Geschäftsführer Uwe Raschke (re.) informiert sich beim Karosseriebauer Sergej Webert über den Stand der Reparaturarbeiten. Seine Firma in Hartmannsdorf repariert und lackiert vor allem Unfallfahrzeuge. FOTO: A. Staindl
Lübben. Karosseriebauer Uwe Raschke blickt auf Firmengründung und die Entwicklung zurück. Am gestrigen Freitag feierte die Belegschaft. Andreas Staindl / asd

Die Karosseriebau & Lackiererei Raschke GmbH im Lübbener Ortsteil Hartmannsdorf feiert ihren 30. Geburtstag. Am gestrigen Freitag hat sich der Geschäftsführer Uwe Raschke bei Geschäftspartnern und Freunden bedankt und gemeinsam mit den Mitarbeitern gefeiert.

Zwölf Leute arbeiten im Unternehmen. Sie sind Spezialisten für den Karosseriebau, die Lackiererei oder in der Verwaltung tätig. Die Firma repariert und lackiert zu mehr als 90 Prozent Unfallfahrzeuge. Am 1.Juli 1987 hatte Uwe Raschke seinen Betrieb in Hartmannsdorf eröffnet. Er machte damit seine Leidenschaft zum Beruf. "Ich habe schon als Jugendlicher gern an Mopeds und Motorrädern geschraubt, sie gemeinsam mit Freunden umgebaut und lackiert." Nach dem Abitur wollte er eigentlich studieren, doch es kam anders. Uwe Raschke hat es nicht bereut. Er führt heute ein erfolgreiches Unternehmen. Die fachlichen Grundlagen hatte der Hartmannsdorfer frühzeitig erworben. Er lernte erst Lackierer, später dann noch den Beruf des Karosseriebauers. "Ich hätte nicht zwei Berufe gebraucht, um mich selbstständig zu machen, doch ich fand es schon damals sinnvoll." Uwe Raschke hat auch den Meisterbrief erworben. 2006 wandelte er sein Unternehmen in eine GmbH und wurde Geschäftsführer.

Begonnen hatte er vor 30 Jahren mit einer Lackiererei. "Es gab Bedarf, die Auftragslage war gut." Ende der 1990er Jahre kam der Karosseriebau dazu. Eine Entscheidung mit Weitblick. "Unfallschäden werden heute aus einer Hand geregelt." Hatte der Betrieb in den Jahren nach der politischen Wende nur "verhalten" zu tun, stieg die Auftragslage um die Jahrtausendwende deutlich an. "Ich musste Personal aufstocken, Werkstatt und Lackiererei umbauen und erweitern, Sanitärtrakt und Aufenthaltsraum anbauen."

Uwe Raschke hat seine Mitarbeiter selbst ausgebildet. Er macht noch immer junge Leute fit für ihren Beruf. Sie lernen Karosseriebauer oder Lackierer und stammen allesamt aus der Region. "Es wird schwieriger, Nachwuchs zu finden. Große Unternehmen können den Fachkräften einfach mehr bieten als wir kleine und mittelständische Firmen." Die Arbeit selbst hat sich ohnehin verändert. "Wir haben früher viele alte Autos aufgebaut", erzählt der Geschäftsführer, "das ist längst nicht mehr der Fall. Dafür sind die Anforderungen stark gewachsen. Wir müssen uns auf immer neue Technik einstellen. Die Fahrzeuge entwickeln sich weiter. Sie verfügen über immer mehr Bordelektronik, Assistenzsysteme und Diagnosetechnik. Das ist schon eine Herausforderung für uns. Unsere Mitarbeiter werden aber regelmäßig geschult."

Er kann sich auf sie verlassen. "Fast alle arbeiten schon sehr lange bei mir, einige schon mehr als zwei Jahrzehnte." Die Fahrzeuge, die in der Werkstatt in Hartmannsdorf repariert und lackiert werden, stammen aus einem Umkreis zwischen 20 und 50 Kilometer. "Wir holen die Autos in der Regel ab und bringen sie auch wieder zurück", erklärt Uwe Raschke. "Und je nach Versicherung stellen wir einen Leihwagen zur Verfügung." Er arbeitet eng mit Versicherern zusammen. Der Betrieb im Lübbener Ortsteil ist während der vergangenen 30 Jahre ständig gewachsen. "Wir sind hier gut integriert." Das Grundstück dafür stammt von seinem Opa. Der Geschäftsführer selbst ist in Hartmannsdorf aufgewachsen und wohnt auch dort.