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| 02:47 Uhr

Drahnsdorf will Kreisstraße nicht haben

Drahnsdorf. Die Gemeindevertreter von Drahnsdorf wehren sich gegen das Vorhaben des Landkreises Dahme-Spreewald, die Kreisstraße 6140 zu einer Gemeindestraße herabzustufen. Während ihrer Zusammenkunft in dieser Woche haben sie die Verwaltung des Amtes Unterspreewald beauftragt, gegen das Vorhaben Widerspruch einzulegen. bkh1/be

Bei dem Streckenstück, das die Gemüter bewegt, geht es um die frühere Kopfsteinpflaster-Straße, die hinter dem Ortsausgang von Drahnsdorf gegenüber der Kiesgrube nach Wildau-Wentdorf abzweigt. Vor dem Ortseingang von Wildau-Wentdorf verläuft die Grenze zur Gemeinde Dahmetal und zugleich zum Landkreis Teltow-Fläming.

Damit verbinde die Straße zwei Gemeinden in zwei Landkreisen und schließe zudem an den überörtlichen Verkehr über die Landesstraße L 71 an, erläuterte die Bauamtsleiterin des Amtes Unterspreewald, Michaela Schudek. Das entspreche den Kriterien für eine Kreisstraße, wie sie im Paragrafen drei des brandenburgischen Straßengesetzes vorgegeben sind, sagte die Bauamtsleiterin und teilte damit die Auffassung der Drahnsdorfer, einer Rückstufung zur Gemeindestraße zu widersprechen. Würde es dennoch dazu kommen, müsste die Gemeinde künftig für den betroffenen Abschnitt alle Unterhaltungskosten tragen.

Vor gut zwei Jahren hatte Dahme-Spreewald die frühere Buckelpiste bis zur Kreisgrenze von Teltow-Fläming grundhaft saniert. Damals war im Protokoll über die Vorstellung des Bauvorhabens auch festgehalten worden, dass nach Bauabschluss eine Abstufung zur Gemeindestraße erfolgen soll. Dieses Vorhaben jetzt umzusetzen, kündigte der Landkreis im Juni an.

Schon einmal vor ihrem Ausbau hatte die einstige Holperpiste als sogenannte Denkmalstraße für Wirbel gesorgt. Der Landkreis hatte bereits für 2010 die Neugestaltung in Asphalt vorgesehen. Doch bevor es dazu kommen konnte, stellte die Denkmalpflege den Kopfsteinabschnitt unter Schutz und drängte zunächst auf eine Sanierung des alten Pflasters, was der Landkreis wegen des doppelt so hohen Kostenaufwandes ablehnte.