(be) Die Sanierung der Kita „Zwergenland“ sowie die neue Mehrgenerationsfläche im Schlosspark sind teurer als erwartet geworden. Die Mehrausgaben stehen bei der Stadtverordnetensitzung am Donnerstagabend (18 Uhr, Rathaussaal) zum Beschluss. Geleistete Arbeit müsse bezahlt werden, davon ging der Dahmer Ortsbeirat aus, als er am Montagabend den Vorlagen vorab zustimmte. Allerdings bereiteten besonders die Mehrausgaben bei der Kita Bauchschmerzen. Hier fiel die Schlussrechnung satte  57 300 Euro höher aus.

Laut Verwaltung war es im Zuge der Bauarbeiten zu Erweiterungen im Leistungsumfang gekommen. Dies sei neuen Vorschriften im Brand- und Wärmeschutz geschuldet, aber auch einem nicht geplanten Austausch des defekten Heizkessels. Zudem mussten Schmutzwasser-Grundleitungen wegen Wurzeleinwuchs komplett erneuert werden. Erheblich umfangreicher fielen wegen schlechter Putz- und Estrichflächen die Maler- und Fußbodenarbeiten aus. Aus Sicht von Karsten Schmidt (Freie Wähler) müsse sich das für die Ausschreibung zuständige Planungsbüro fragen lassen, warum bestimmte Dinge nicht im Vorfeld erkannt wurden. „Die aktuellen Brandschutzanforderungen sollten Fachleute doch kennen“, sagte er. Zur Stadtverordnetenversammlung will der Ortsbeirat Hintergründe konkreter erklärt haben.

Bei der Mehrgenerationsfläche im Schlosspark belaufen sich die Mehrkosten auf 25 300 Euro, die jedoch zu 80 Prozent aus dem Städtebau-Fördertopf finanziert werden. Auf das Stadtsäckel entfallen rund 5000 Euro. So musste zu humusreicher und stark verwurzelter Oberboden ausgetauscht werden. Außerdem wurden als Fallschutz für die Seilbahn Rasengitterplatten statt Holzhackschnitzeln ausgebracht, was die Qualität der Anlage erhöhe. Die Änderung beim Fallschutz sei nachvollziehbar, sagte Sven Gloel (SPD). Dass auf ehemaligem Gartenland der Boden humusreich sei, dürfte aber kaum überraschen. Karsten Schmidt mahnte eine regelmäßige Reinigung des Spielplatzes an. Der Sand müsse öfter ausgeharkt, der Tartan gefegt werden.