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Diebe haben zugelangt: Casel ohne Anfang und Ende

Da in Casel derzeit die Ortseingangsschilder fehlen, hat die Straßenmeisterei vorübergehend 50 km/h-Schilder aufgestellt.
Da in Casel derzeit die Ortseingangsschilder fehlen, hat die Straßenmeisterei vorübergehend 50 km/h-Schilder aufgestellt. FOTO: Frank Hilbert
Casel. Der kleine Drebkauer Ortsteil Casel ist noch immer Casel – auch wenn man das seit geraumer Zeit nicht mehr so eindeutig erkennen kann. Ihm fehlen offiziell Anfang und Ende. Frank Hilbert

Der Grund: Unbekannte haben beide Ortseingangsschilder entwendet. Das ist insofern bedauerlich, weil so mancher ortsunkundige Tourist auf dem Weg zum Gräbendorfer See oder nach Altdöbern sicher einen kleinen Anhaltspunkt zur Orientierung gehabt hätte.

Drebkaus Bürgermeister Dietmar Horke hörte am Montag am RUNDSCHAU-Telefon zum ersten Mal davon. "Da scheint es wohl irgendwelche Bedarfsgemeinschaften zu geben", meinte er und verwies auch auf ein seit längerer Zeit fehlendes Ortseingangsschild in Spremberg. Für solche Schilder sei jedoch nicht die Kommune, sondern der Landesbetrieb für Straßenwesen als Träger der Straßenbaulast zuständig.

"Ja, die Schilder fehlen seit etwa zwei bis drei Wochen", ist auf Nachfrage vom Leiter der zuständigen Straßenmeisterei, Andreas Hoffmann, zu erfahren. Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht seien an beiden Ortseingängen vorübergehend 50km/h-Schilder aufgestellt worden. Ersatz für die gestohlenen Ortseingangsschilder sei bereits bestellt. "Wir rechnen jeden Tag damit", sagt der Meisterei-Chef.

Durchschnittlich zehnmal im Jahr müsse der Betrieb in seinem Zuständigkeitsbereich solche Schilder ersetzen. Zuletzt fehlte ein solches in Cottbus aus Richtung Peitz. Rund 50 Euro koste ein neues Ortseingangsschild.