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Die unendliche Geschichte

Klein Leuthen. Herbst 2012 Der Landwirt Karl Materne plant einen neuen Rinderstall für 200 Tiere in Klein Leuthen (Märkische Heide). Bürgermeister Dieter Freihoff (SPD) informiert die Gemeindevertreter über das Vorhaben. asd1

Einwohner wehren sich, bilden die Interessengemeinschaft (IG) "Klein Leuthen bewahren". Sie sind nicht gegen Landwirtschaft, sondern gegen den geplanten Standort. Laut dem IG-Sprecher Peter Müller sind rund 400 Bürger in der Märkischen Heide gegen den Stallneubau und für eine Verschiebung des Bauvorhabens an einen geeigneten Ort außerhalb des Landschaftsschutzgebiets Groß Leuthener See/Dollgensee.

November 2012 Einwohnerversammlung zum geplanten Rinderstall. Befürworter und Gegner tauschen Argumente aus.

Ende 2012 Die Gemeindevertreter lehnen den geplanten Neubau des Rinderstalls ab. Hauptgrund ist der Standort im Landschaftsschutzgebiet (LSG). Die Landtagsabgeordnete Sylvia Lehmann (SPD) macht sich für das Projekt stark.

Anfang 2013 Der Landkreis Dahme-Spreewald als Genehmigungsbehörde ersetzt das Einvernehmen der Gemeinde Märkische Heide und fordert die Kommune mit einer Anhörung erneut zur Stellungnahme auf. Die Gemeindevertretung lehnt das Projekt erneut ab.

August 2013 Der Landkreis lehnt den Widerspruch der Gemeinde ab und erteilt dem Landwirt die Baugenehmigung.

September 2013 Die Gemeindevertretung nimmt nicht hin, dass der Kreis das ablehnende Votum der Kommune ersetzt und damit den Weg für das Projekt frei macht. Sie geht erneut in Widerspruch. Der zuständige Dezernent des Landkreises, Carl-Heinz Klinkmüller (CDU), befürchtet eine gerichtliche Auseinandersetzung zwischen Kreis und Gemeinde.

April 2014 Der Kreis hat auch den dritten Widerspruch der Gemeinde abgelehnt. Die Gemeinde Märkische Heide verzichtet auf eine gerichtliche Auseinandersetzung. Der Landwirt kann das Bauvorhaben umsetzen.