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Die Tür nicht zuschlagen

Das jahrzehntelange Ringen der Schwarzenburger um die Nutzung des Anbaus ist die Geschichte der Legalisierung eines Schwarzbaus, die offensichtlich von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Gab es doch laut Verwaltung für den Ende der 1980er Jahre errichteten Flachbau nie eine Baugenehmigung und auch nie eine Bauabnahme. bkh1

Schon 1995 habe die damalige Gemeinde Walddrehna das Signal erhalten, dass die Bausubstanz mangelhaft ist. Fragt sich, warum den Bürgern von der Gemeindeverwaltung nicht schon vor Jahren reiner Wein eingeschenkt wurde. Stattdessen ist der Weg bis zum endgültigen Abrissbeschluss gepflastert mit Halbherzigkeiten, die Hoffnungen nährten und die Fronten immer weiter verhärten ließen. Wünschenswert wäre, dass sich die Schwarzenburger ihre kleine Gemeinschaft weiter erhalten. Und dass sie trotz ihrer Verärgerung über den gescheiterten Kampf um den Anbau die Tür nicht zuschlagen für eine annehmbare Lösung im historischen Gebäudekomplex. red.luckau@lr-online.de