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| 02:49 Uhr

Die "Neuen" waren sehr gefragt

Die Lübbenerin Sybille Grunert hat die Türen ihres kleinen, gemütlichen Ateliers an der Reutergasse geöffnet. Zeitweise wurde es eng, wenn die Gäste ihre Arbeiten betrachteten. Dieses Bild von der Lübbener Stadtmauer enthüllt seinen Hintersinn auf den zweiten Blick.
Die Lübbenerin Sybille Grunert hat die Türen ihres kleinen, gemütlichen Ateliers an der Reutergasse geöffnet. Zeitweise wurde es eng, wenn die Gäste ihre Arbeiten betrachteten. Dieses Bild von der Lübbener Stadtmauer enthüllt seinen Hintersinn auf den zweiten Blick. FOTO: Schirling
Lübben. Die brandenburgweiten Tage der offenen Ateliers am vergangenen Wochenende haben in Lübben viel Interesse geweckt. Vor allem die "neuen" Künstler zogen viele Gäste an. Doch auch die längst etablierten begrüßten zahlreiche Besucher. Ingvil Schirling

Die Türen der Zimmerei Altkrüger waren am Samstag gerade mal eine Stunde geöffnet, da hatten sich schon 30 bis 40 Interessierte umgesehen. In der geräumigen Werkstatt zeigte gleichzeitig die Lübbener Künstlerin Malgorzata Miethner zum ersten Mal ihre Arbeiten im Rahmen der Tage des offenen Ateliers.

Bilder, Skulpturen, Holzarbeiten

Drei Autoladungen voller Bilder, Skulpturen und Holzarbeiten verwandelten die Arbeitsatmosphäre der Zimmerei in Lübben in ein Ambiente mit künstlerischem Fluidum. Ganz praktisch konnten die Kinder mit Klaus Altkrüger Vogelhäuschen aus Holz bauen.

Monotypie in der Ziegelstraße

Sebastian Franzka zeigte im Atelier Franzka & Ascher an der Lübbener Ziegelstraße, wie eine Monotypie entsteht. Diese Art eines Handdrucks kann nur einmal abgezogen werden. Es entsteht immer ein Unikat. Zarte Gitarrenmusik empfing die Gäste dort in ruhiger Atmosphäre; auch die Aquamediale-Künstler Mario Asef und Blanca Gomila schauten vorbei.

In Sybille Grunerts winzigem Atelier-Wohnzimmer am Fluss drängten sich die Besucher zeitweise dicht an dicht. Endlich war einmal Zeit, die Hintergedanken einer ihrer neueren Arbeiten zu erläutern.

Hinter einer Lübbener Mauer steigen Luftballons auf, Menschen schauen sehnsüchtig hin. Es ist die alte Frage, ob es woanders besser sein mag, oder "warum wir überhaupt Mauern bauen", sagt Sybille Grunert. Das Bild ist in der aktuellen Ausstellung in der Außenstelle des Landratsamts am Lübbener Beethovenweg zu sehen, wo sehr viele Künstler aus Dahme-Spreewald derzeit Werke zeigen.