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Der "Weiße Ring" hilft auch in Dahme

In Dahme haben Kriminalitätsopfer jetzt einen Ansprechpartner: Klaus Friedrich (vorn l.). Gemeinsam mit Walter Meyer (r.), Heidi Meyer und Revierpolizist Bernd Boche informierte er über das Angebot.
In Dahme haben Kriminalitätsopfer jetzt einen Ansprechpartner: Klaus Friedrich (vorn l.). Gemeinsam mit Walter Meyer (r.), Heidi Meyer und Revierpolizist Bernd Boche informierte er über das Angebot. FOTO: bkh1
Dahme. Der gemeinnützige Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern "Weißer Ring" hat in Dahme eine weitere Beratungsstelle eingerichtet. Künftig ist an jedem letzten Dienstag im Monat von 16 bis 18 Uhr Klaus Friedrich als Ansprechpartner im Rathaus vor Ort. B. Keilbach/bkh1

Der ehemalige Kriminalist kennt die schwierige Situation von Menschen, die Opfer einer Straftat geworden sind, sehr gut. 38 Jahre arbeitete er als Kriminalist im Polizeidienst. "Der Täter kann sich der staatlichen Aufmerksamkeit gewiss sein - das Opfer steht alleine da", bringt er seine Erfahrung auf den Punkt.

An dieser Stelle setzt die Hilfe des "Weißen Ringes" ein. Die erfahrenen und geschulten ehrenamtlichen Opferhelfer geben Betroffenen Beistand und Betreuung nach einer Straftat. "Einen Beratungsscheck für einen Rechtsanwalt oder Therapeuten, auch Geld für neue Kleidung können Kriminalitätsopfer von uns erhalten", so Walter Meyer. Wie der Leiter der Außenstelle im Landkreis Teltow-Fläming aufzählt, begleiten die ehrenamtlichen Helfer Betroffene zu Polizei und Gerichten, unterstützen im Umgang mit Behörden. "Unsere Hilfe ist an keine Bedingungen gebunden, unentgeltlich und erfolgt sofort", betont er.

Am wichtigsten sei jedoch das persönliche, vertrauliche Gespräch. Diese Möglichkeit biete die Beratungsstelle im Dahmer Rathaus. Allerdings sei der Weg dorthin vor allem für stark verunsicherte oder traumatisierte Opfer schwerer Straftaten eine große Hürde. Deshalb gebe es das Opfertelefon mit der bundesweit einheitlichen Rufnummer 116 006. "Wir kommen zu ihnen, zu jeder Tages- und Nachtzeit", versichert Walter Meyer. "Und unsere Hilfe ist absolut kostenlos, niemand muss befürchten, später etwas bezahlen zu müssen", hebt der Außenstellenleiter hervor. Der "Weiße Ring" hat derzeit rund 55 000 Mitglieder. Im Land Brandenburg wird die ehrenamtliche Arbeit der 146 Mitarbeiter über 18 Außenstellen koordiniert. Im Luckauer Rathaus bietet der Verein gleichfalls an jedem letzten Dienstag im Monat eine Möglichkeit zur persönlichen Beratung. Weitere Infos unter: www.weisser-ring.de.