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| 16:27 Uhr

O Tannenbaum
Der Süden Brandenburgs liebt die Tannen aus dem Norden

Um dem Last-Minute-Ansturm zu entgehen, hat sich Jörg Giersch aus Zützen bereits in dieser Woche eine hochwertige Nordmann-Tanne gesichert.
Um dem Last-Minute-Ansturm zu entgehen, hat sich Jörg Giersch aus Zützen bereits in dieser Woche eine hochwertige Nordmann-Tanne gesichert. FOTO: Jenny Theiler / LR
Luckau. Das Weihnachtsbaumgeschäft hat in diesem Jahr früh begonnen. In Luckau hat das BHG Handelszentrum bereits 700 Bäume verkauft.

() Ob groß oder klein, dicht oder eher dünn bewachsen - Weihnachtsbäume gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Wer aber bisher noch keinen Baum fürs Fest gekauft hat, sollte sich beeilen, denn die meisten Gartencenter haben ihre restlichen Weihnachtsbaumlieferungen bereits erhalten - so auch das BHG Handelszentrum Luckau. Dort läuft das Geschäft mit den alljährlich beliebten Nadelbäumen bereits seit dem 22. November. Der Grund für den frühen Verkaufsbeginn ist die verkürzte Adventszeit in diesem Jahr.

„Wir haben schon vor dem Totensonntag mit dem Baumverkauf begonnen, weil Heiligabend und der vierte Advent auf einen Tag fallen“, erklärt Weihnachtsbaumverkäufer Michael Stolpe. Die größte Verkaufsstelle in Luckau hat insgesamt über 1000 Bäume aus Norddeutschland eingekauft. Ungefähr 350 Exemplare sind noch übrig. „Am Besten wäre es natürlich, wenn wir alle Bäume verkaufen“, meint Michael Stolpe, denn nicht verkaufte Stücke werden zu Fütterungszwecken im Tierpark abgegeben. Die höhsten Tannen waren mit einer Größe von bis zu fünf Metern bereits in der ersten Woche restlos ausverkauft.

Die Höhe des Baums ist vom Alter abhängig. Fünf Jahre alte Tannen sind beispielsweise zwischen ein und 1,30 Meter hoch. Zur sogenannten zweiten Wahl wird ein Baum, der zwar seine Wuchshöhe dem Alter entsprechend erreicht, dessen Zweige aber nicht dicht genug gewachsen sind. Dies sei aber nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal, erklärt der Verkäufer. Viele Kunden würden auch Weihnachtsbäume bevorzugen, die nicht so üppig gewachsen sind. Empfehlenswert sei aber bei jedem Baum ein frischer Anschnitt. „Dadurch kann der Stamm viel besser das Wasser aufnehmen“, rät Michael Stolpe.

Dauerrenner ist auch in diesem Jahr wieder die berühmte Nordmann-Tanne. Das frische Grün, die weichen Nadeln und der dichte Wuchs machen die, im Kaukasus heimische Tanne, zum weltweit belibtesten Weihnachtsbaum - nicht zuletzt wegen ihrer Langlebigkeit. Die Tanne bleibt bei guter Pflege und regelmäßigem Wasserwechsel deutlich länger frisch und nadelt längst nicht so stark wie ihre Verwandten aus den regionalen Wäldern.

Anders als die zu DDR-Zeiten beliebte Blaufichte. Dieser Baum sei qualitativ zwar nicht so hochwertig wie die Nordmann-Tanne, würde aber vor allem von älteren Kunden noch immer gern gekauft werden. „Die Blaufichte hat einen starken Eigenduft und das haben viele Leute in ihren Wohnungen sehr gern“, so Michael Stolpe. Das Schmücken kann allerdings durchaus zur schmerzhaften Herausforderung werden, denn nicht ohne Grund wird der Baum mit den bläuchlichen Nadeln auch Stechfichte genannt.

„Früher hatten wir immer eine Kiefer als Weihnachtsbaum“, erinnert sich Jörg Giersch aus Zützen. Das märkische Wahrzeichen ist als Weihnachtsbaum aber mittlerweile kaum noch gefragt, was auch Maja Jentsch vom Gartencenter bestätigt. „Es gibt in der Region auch keine Weihnachtsbaumplantagen. Das brandenburgische Klima ist für die Nordmann-Tanne zu wechselhaft“, so die Marketingleiterin.

(the)