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| 01:09 Uhr

Der Spitzenreiter bleibt weiter in der Erfolgsspur

Gemeinsam klären die Luckauer Spieler Silvio Fechner (Mitte vorn) und Mike Horst (dahinter) gegen Michael Bieberstein (Lok Calau, dunkles Trikot). Marcel Jahn (re., helles Trikot) und Michael Walter (li., Nr.5) schauen interessiert zu.
Gemeinsam klären die Luckauer Spieler Silvio Fechner (Mitte vorn) und Mike Horst (dahinter) gegen Michael Bieberstein (Lok Calau, dunkles Trikot). Marcel Jahn (re., helles Trikot) und Michael Walter (li., Nr.5) schauen interessiert zu. FOTO: Foto: Harald Friedrich
Luckau.. Im Spitzenspiel der Kreisliga trafen sich der Spitzenreiter Rot-Weiß Luckau und der Dritte 1. SV Lok Calau in Luckau. Beim sechsten Punktspielauftritt der sechste „Dreier“ . Luckau befindet sich auf dem Weg zum großen Ziel. Von Stephan Teske

Beeindruckend ist, dass die Berstestädter sich auch durch diverse Ausfälle nicht stoppen lassen. Im Spitzenspiel fehlten Manuel Annuhs sowie Marian Bernacki und Torjäger Tobias Krause (beide Sperre nach gelb/roter Karte). Auch Silvio Fechner musste nach 18 Minuten mit Oberschenkelproblemen passen.
Trainer Uwe Trautmann beorderte überraschend Heiko Genilke in den Sturm. Dieser beeindruckte, auch wenn er nur selten direkte Torgefahr ausstrahlte, durch geschicktes Ball halten und gefährliche Flanken. Sein Gegenspieler Steffen Fischer hatte große Probleme mit ihm.
Luckau tat sich schwer. Zwar hatten die Gastgeber die erste Chance des Spiels, als nach einer Kombination über Marko Petschick und Ronny Grün Michael Assenbruck volley verzog. Danach übernahm jedoch Calau die Initiative.
Besonders über die agilen Mirco Richter und Michael Bieberstein wurde Luckau unter Druck gesetzt. Dabei zeigte sich schon in der Anfangsphase das Manko im Calauer Spiel: Die Gäste brauchten zu lange zum Abschluss. Immer wieder wurde der noch besser postierte Mitspieler gesucht oder der Schuss verzögert. So in der neunten Minute, als Michael Walter gerade noch vor Mirco Richter klärte.
Luckau hatte bis zur Pause die besseren Möglichkeiten. So schoss Ronny Grün nach einem Pass von Silvio Fechner über das Tor (12.), Robert Noack kam nach einem Freistoß von Heiko Genilke nicht mehr richtig hinter den Ball (14.), und der Calauer Torwart lenkte einen Kopfball von Marcel Jahn an die Latte (23.). Vorausgegangen war wieder ein Freistoß, diesmal von Ronny Grün getreten. Einen 20-Meter-Flachschuss von Michael Assenbruck parierte der Torwart ebenfalls (26.).
Nach der Verletzung von Calaus Libero Andreas Liebegall (Bänderriss in der Schulter) und anschließender fünfminütiger Pause (eine Trage wurde gesucht) verflachte das Spiel vorübergehend. Calau hatte dann die Möglichkeit zur Führung durch Robert Kochale, er schoss jedoch nach schönem Zuspiel von Michael Bieberstein über das Tor (38.). In der Nachspielzeit drosch Falko Schachler eine herrliche Eingabe von Heiko Genilke freistehend aus fünf Metern über das Gästegehäuse.
Nach Wiederanpfiff des ausgezeichneten Schiedsrichters Manfred Haarich (Lübben) waren die Gastgeber sofort hellwach. Heiko Genilke passte zu Marko Petschick, dessen präzise Flanke nickte Michael Assenbruck zur Luckauer Führung ein (46.).
Nur fünf Minuten danach hätte Robert Noack die Chance zum 2:0 gehabt, er fiel jedoch ohne gegnerische Einwirkung wie vom Blitz getroffen, bevor er den Ball nach einer schönen Einzelaktion von Heiko Genilke annehmen konnte.

Wieder Möglichkeiten für Gäste
Auch die Gäste kamen jetzt wieder zu Möglichkeiten. So brauchte Mirco Richter völlig frei vorm Luckauer Tor zu lange, um sich den Ball zurecht zu legen (52.), Robert Kochale scheiterte nach tollem Solo an Mike Guttke, der Maik Friemelt immer mehr vergessen lässt. Besonders auffällig war seine Sicherheit bei hohen Bällen, die er ausnahmslos aus der Luft pflückte und festhielt.
Mitte der zweiten Halbzeit hatte Calau zwar mehr Ballbesitz und drängte die Gastgeber hinten rein, vor dem Tor waren die jungen Stürmer jedoch zu verspielt und nicht entschlossen genug. Immer wieder wurden sie von der resoluten Luckauer Abwehr vor dem Abschluss entscheidend gestört, so dass Mike Guttke nicht eingreifen musste.
Luckau kam in dieser Phase aber auch nicht mehr in den Strafraum der Gäste. Zu umständlich und ungenau war das Spiel nach vorn. So musste Lok-Keeper Matthias Jenchen lediglich einen 22-Meter-Schuss von Ronny Grün entschärfen.

Zum Schluss gab es Geschenke
Als sich die Zuschauer schon mit einem 1:0 abgefunden hatten, verteilten die Gäste noch Geschenke. In der 88. Minute nutzte der eingewechselte Markus Petschick einen Fehler des Gästetorwarts zum 2:0, und in der Nachspielzeit erzielte sein Cousin Marko Petschick nach einem Missverständnis zwischen Matthias Jenchen und Mathias Haberland das 3:0 (92.).
Fazit: Ein um zwei Tore zu hoch ausgefallener verdienter Luckauer Sieg. Calau spielte zwar gefällig mit, hatte auch über weite Strecken der zweiten Halbzeit Feldvorteile, wirkte aber gegen eine bärenstarke Luckauer Abwehr zu unentschlossen.
Beste Luckauer: Marcel Jahn, Heiko Genilke, Mike Horst, Mike Guttke.
Besonderes Vorkommnis: Calaus Trainer Erhard Fischer wird vom Schiedsrichter wegen Reklamierens aus dem Innenraum gewiesen (60.).
Luckau spielte mit: Mike Guttke, Michael Walter, Mike Horst, Marcel Jahn, Marko Petschick, Christian Druschke, Robert Noack (76., Rainer Zierenberg), Ronny Grün (64., Markus Petschick), Silvio Fechner (18., Falko Schachler), Heiko Genilke, Michael Assenbruck.