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Dahme
Schöner spielen im Dahmer Park

Dahme. Kinder profitieren als Erste von der Sanierung. Danach werden die Tiergehege neu gestaltet. Von Carmen-Sylvia Berg

Der Schloss- und Tierpark soll mit Fördergeld noch schöner werden. Als Erste werden die Kinder von der geplanten Sanierung profitieren. Sie bekommen einen schicken neuen Spielplatz. Das Vorhaben ist ausgeschrieben. Im Dezember soll Bauamtsleiterin Christina Denkel zufolge die Auftragsvergabe erfolgen. Worauf sich die Jüngsten freuen können, ist an Schautafeln im Rathaus zu sehen. Kleine und große Dahmenser haben ihre Ideen und Wünsche eingebracht.

Das alte Spielareal bildet künftig den Kern einer größeren Anlage zwischen dem Weg vor den Tiergehegen und einer neuen Achse über die Wiese. Zu den Attraktionen sollen ein Kletterwürfel aus Seilen, eine 30 Meter lange Seilbahn, Spielhaus und Rutsche sowie Balancierelemente gehören. Wie die Bauamtsleiterin sagt, ist an Bewegungsangbote für verschiedene Altersgruppen gedacht. Auch Opa muss auf der Mehrgenerationen-Anlage dem Enkel nicht nur zuschauen, sondern kann beim Sitzen auf der Bank in die Pedale treten. Eine Tischtennisplatte ist auf vielfachen Bürgerwunsch ebenfalls geplant. Im Frühjahr 2018 soll der neue Spielplatz fertig sein. Zum ersten Bauabschnitt gehört auch die Befestigung der beiden Wege, die ihn einrahmen. Der Weg vor den Tiergehegen bekommt eine Asphaltdecke, der neue Stichweg eine befestigte Schotterdecke.

Schon in Vorbereitung ist die nächste Bauetappe im Park, die Sanierung der Tiergehege. Die Verwaltung hat fünf Planungsbüros eingeladen, Ideen für die Neugestaltung einzubringen. Das Siegerkonzept wird Grundlage für die konkrete Planung, die für 2018 ins Auge gefasst ist. Die Umsetzung soll 2019 erfolgen, kündigt Christina Denkel an. Wie schon beim Spielplatz können die Bürger mitbestimmen, welche Variante ihnen am besten gefällt, so die Bauamtsleiterin.

Die Stadtverordneten hatten sich im Vorfeld verständigt, aus Kostengründen den Tierbestand zu verkleinern Die Tierliste sei Ausgangspunkt der weiteren Überlegungen, erklärt die Chefin der Bauverwaltung. Ein Teil der alten Gehege steht schon leer. Bürger hatten kritisiert, warum sie nicht längst abgerissen sind und vorgeschlagen, das Abtragen in Eigeninitiative zu übernehmen. Wie Christina Denkel erklärt, sei das im Park, der ein Gartendenkmal ist, nicht erlaubt. Ein Rückbau durch Firmen sei zudem zum Teil förderfähig, wenn das Gesamtkonzept für den künftigen Tierpark steht. Die Bauamtsleiterin hofft, dass bis Ende November die Ideen der fünf Planungsbüros vorliegen.

Die Parksanierung wird möglich durch die Aufnahme des Geländes in das Altstadt-Sanierungsgebiet. So kann die Stadt dafür Mittel aus dem Städtebaufördertopf nutzen. Doch weil auch Eigenmittel aufzubringen sind, sei die Umsetzung nur abschnittsweise machbar, sagt Christina Denkel. Beim Spielplatz und den beiden angrenzenden Wegen rechnet die Verwaltung mit rund 300 000 Euro, die Kosten für die Tierparkgestaltung werden momentan auf rund 240 000 Euro geschätzt.