| 02:53 Uhr

"Der Reiz ist das Adrenalin"

Nico Adler will bei seinem Heimrennen in Fürstlich Drehna ins Finale.
Nico Adler will bei seinem Heimrennen in Fürstlich Drehna ins Finale. FOTO: Steve Bauerschmidt/ADAC
Nico Adler hält am Wochenende bei den ADAC MX Masters neben Christian Brockel die Farben des gastgebenden MSC Fürstlich Drehna hoch. Der 16-Jährige misst sich im MX Youngster Cup mit den besten Nachwuchsfahrern Europas. Der talentierte Crosser hat sich für sein Heimrennen einiges vorgenommen. Die RUNDSCHAU sprach mit dem ehrgeizigen Piloten über die Ziele, die Strecke und den Reiz des Motocross. lrs1

Nico, wie hast Du Dich auf das Rennen in Fürstlich Drehna vorbereitet?
Ich war ab Mitte Dezember fast täglich bei meinem Fitnesstrainer Jürgen Künzel, um meine Kraft-Ausdauer in den Griff zu bekommen. Durch meine Verletzungen in den vergangenen beiden Jahren gab es hier eine Menge Nachholebedarf. Im März habe ich dann in Fürstlich Drehna am Frühjahrstraining teilgenommen.

Was sind Deine Ziele für das Wochenende?
Ich möchte ganz klar am Sonntag in den finalen Läufen am Startgatter stehen. Die direkte Qualifikation am Samstag wäre also nicht schlecht, notfalls über das Last Chance Race.

Du bist schon öfter in Fürstlich Drehna gefahren und kennst viele Strecken in Deutschland. Welchen Schwierigkeitsgrad hat der Kurs und was ist das Besondere in Fürstlich Drehna?
Für mich ist Fürstlich Drehna eine der besten Strecken der ADAC-Masters-Serie. Im Laufe des Wochenendes wird der Rundkurs zunehmend schwerer mit den harten Kanten und den vielen Rillen. Dadurch, dass die Strecke nur noch zum Frühjahrstraining genutzt werden darf, ist das Rennen etwas ganz Spezielles.

Motocross ist nicht allen Menschen bekannt. Was macht für Dich den Reiz dieser Sportart aus?
Motocross ist Leidenschaft. Wer sich einmal mit dieser Leidenschaft infiziert hat, kommt meistens nicht mehr los und lebt diesen großartigen Sport sein Leben lang. Der Reiz dieser Sportart liegt ganz klar im Adrenalin. Gerade wenn man Lenker an Lenker am Start steht, das Gitter fällt, 40 Fahrer die Startgerade vorschießen und jeder als erster ins Rennen gehen will, ist das für Fahrer und Zuschauer unbeschreiblich. Das muss man erleben.

Spektakulär sind vor allem der Start und die Sprünge. Hast Du da nicht manchmal etwas Angst?
Angst habe ich keine, aber Respekt. Passieren kann natürlich immer etwas, aber das ist in jeder Sportart so. Vor dem Start bin ich natürlich aufgeregt, aber die Aufregung macht mich konzentriert und dadurch habe ich mich in den vergangenen Jahren zu einem guten Starter entwickelt.

Wie verlief die Saison bisher?
Das Training läuft in dieser Saison sehr gut. Mit meiner Fitness bin ich sehr zufrieden, obwohl ich relativ spät damit begonnen habe. Ab Februar kam dann noch das Training auf dem Bike hinzu und verlief bis jetzt auch sehr gut. Als Vorbereitung nutzte ich zwei Rennen zur Sachsenmeisterschaft, mit denen ich ganz zufrieden bin.

Welche Ziele verfolgst Du für diese Saison und wie viele Rennen sind geplant?
In diesem Jahr werde ich bei den ADAC MX Masters im Youngster Cup acht Rennen und in der deutschen MX2-Meisterschaft sechs Rennen bestreiten. Ich wäre auch gern noch die Europameisterschaft mitgefahren, das ist aber aus finanzieller Sicht nicht realisierbar. Meine Ziele für diese Saison? Im Youngster Cup sollte es mit der Qualifikation klappen, um dann am Sonntag auf Punktejagd gehen zu können. In der deutschen Meisterschaft wären Top-10-Platzierungen nicht schlecht, aber das wird bei den guten Starterfeldern nicht so einfach.

Bleibt da überhaupt Zeit für Familie und Freunde?
Viel Zeit bleibt bei den Vorbereitungen auf so eine Saison nicht. Aber ich versuche alles so gut es geht, unter einen Hut zu bekommen. Wenn man ein Ziel vor Augen hat, dann muss man Kompromisse eingehen. Hinzu kommt dieses Jahr noch die Prüfungszeit im April und Mai und ab September beginnt dann die Lehre. Ich hoffe, dass mir dann noch Zeit für den Sport bleibt.

Und wie sehen Deine langfristigen Ziele aus? Könntest Du dir eine Profi-Karriere vorstellen?Mein langfristiges Ziel besteht darin, wie schon in den Jugendklassen 65 ccm und 85 ccm, zur deutschen Motocross-Spitze zu gehören. Eine Profikarriere könnte ich mir durchaus vorstellen, aber das ist aktuell noch nicht greifbar. Ich gebe mein Bestes, dass es greifbar wird.

Mit Nico Adler

sprach Lars Hartfelder

Zum Thema:
Samstag, 11. April:09.00 Uhr: Freies Training13.00 Uhr: Qualifikationsläufe 16.00 Uhr: Last Chance Race Youngster Cup 16.30 Uhr: Last Chance Race Junior Cup17.00 Uhr: Last Chance Race Masters19.30 Uhr: Race-Party und Fahrervorstellung 20.00 Uhr: Live-Band "Scarlett"Sonntag, 12. April:10.00 Uhr: Warm-Up für alle Klassen11.30 Uhr: 1. Lauf ADAC MX Junior Cup12.15 Uhr: Autogrammstunde13.00 Uhr: 1. Lauf MX Youngster Cup13.45 Uhr: Start Grid14.05 Uhr: 1. Lauf MX Masters15.05 Uhr: 2. Lauf MX Junior Cup15.50 Uhr: 2. Lauf MX Youngster Cup16.45 Uhr: 2. Lauf MX Masters17.30 Uhr: Gesamtsiegerehrung