Der Vater hatte viel erreicht in seinem Leben und sie hatte das Gefühl, ebenso viel erreichen zu müssen. Sie wollte ihrem Vater und sich selbst beweisen, dass sie es auch kann. Eines Tages erhielt sie von ihrem Vater einen Brief. Darin schrieb er ihr, dass sie ihm nichts beweisen muss und dass er sie liebt, auch wenn sie nicht in seine Fußstapfen tritt.

"Es war eine Liebeserklärung meines Vaters", sagt sie. "Ich spürte, wie viel Last von mir abfiel."

Nach diesem Brief änderte sie ihr Leben. Sie erlernte einen einfachen Beruf, der sie glücklich macht. "Auch wenn ich nicht die Welt damit bewege, so lebe ich doch leichter, freier, ohne diesen Druck!"

Was bist du bereit einzugehen? Und auch aufzugeben? Wo rennst du nur fremden Ansprüchen hinterher? Und wo lässt du dich gefangen nehmen von Dingen oder Erwartungen, die eigentlich nicht deine eigenen sind? Solche Art Fragen stellt Jesus einem jungen Mann, einem reichem Jüngling. Der junge Mann, den Jesus fragt, geht traurig weg. Er weiß, dass der Weg dahin schwer ist. Zu schwer für ihn.

Muss erst Bedeutendes geschehen, um sich der Liebe ganz und gar anzuvertrauen und ins Eigene zu finden?