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Der kuriose Schatzfund in Schöna

Schöna. Zwölf Jahre lang ist die Kirche von Schöna restauriert worden. Große Enttäuschung herrschte bei Abnahme der alten Kugel, denn sie war nicht nur sehr löchrig, sondern auch leer. red/SvD

Ein neuer Knauf nach altem Vorbild wurde angefertigt und im November 2013 in luftige Höhe angebracht. Die alte Turmkugel konnte man aus Ehrfurcht aber nicht einfach entsorgen. Sie stand, auch zur Besichtigung, Monate lang in der Kirche herum. Beim mehrfachen Umsetzen fiel immer wieder nur Dreck heraus. Am 10. Juli 2015 stutzte Marianne Dennert, denn es klapperte plötzlich. Dass damals ein paar "verrostete" Münzen heraus gefallen sind, hatte sich bald herum gesprochen.

Die ganze Fundgeschichte wird die stellvertretende Kirchenratsvorsitzende noch einmal am Samstag, 1. April, erzählen können. Es lohnt sich also, mal um 13.30 Uhr in die Kirche zu gehen. Wie Horst Gutsche, Vereinsvorsitzender der Herzberger Münzfreunde, berichtet, hatte man in Herzberg Wind bekommen vom Münzfund und Kontakt aufgenommen. Die Münzen sind inzwischen restauriert und bestimmt. Die strahlenden edlen Silbermünzen sind nun am Sonnabend zu besichtigen. Er werde anhand großer Abbildungen nicht nur die Münzbilder und ihre Umschrift mit vielen Abkürzungen erklären, sondern auch so manche Hintergrundinformation zum Geldwesen in Kursachsen nach dem Siebenjährigen Krieg geben, so Gutsche.